04.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Chorwallfahrt des Erzbistums Freiburg in Waldsassen „Gottes Melodie aufnehmen“

Waldsassen. Beeindruckend war der festliche Gottesdienst am Sonntagvormittag in der Basilika. Rund 220 Sänger aus dem Erzbistum Freiburg gestalteten ihn zum Abschluss eines viertägigen Ausflugs ihres Chors. Die Sänger unter der Regie von Bezirkskantor Markus Uhl von der Erzdiözese Freiburg erwiesen sich als stimmgewaltiges Ensemble. Am Altar standen Erzbischof em. Robert Zollitsch, der sich über das Stiftland bestens informiert zeigte, Diözesanpräses Wolfgang Guber und sein Vorgänger Monsignore Johann Schäfer aus Freiburg sowie Waldsassens Stadtpfarrer Thomas Vogl.

220 Sängerinnen und Sänger, unter der Leitung von Bezirkskantor Markus Uhl, aus dem Erzbistum Freiburg gestalteten den Festgottesdienst am Sonntagvormittag in der Basilika und sorgten so für ein ganz besonderes Klangerlebnis.
von Josef RosnerProfil

Der Erzbischof, der von 2008 bis 2014 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz war, verriet in der Sakristei, dass er zum ersten Mal in Waldsassen war. Das Stiftland freilich ist ihm nicht ganz unbekannt, zumal er verwandtschaftliche Bande nach Tirschenreuth hat und dort auch schon den Monatsdreizehnten anführte. Im Januar kommenden Jahres ist er schon wieder in der Region, dann ist er Ehrengast des Franz-von-Sales-Festes in Fockenfeld. "Ich hoffe, dass die Konnersreuther Resl bald seliggesprochen wird", meinte der hohe kirchliche Würdenträger. Stadtpfarrer Thomas Vogl erklärte daraufhin scherzhaft, dass "die Seligsprechung dann in Waldsassen sein" müsse.

Beim Gottesdienst erinnerte der Erzbischof daran, dass die Waldsassener Äbtissin Laetitia Fech einst in der Zisterzienserinnenabtei Lichtenthal bei Baden-Baden ihr Klosterleben begonnen habe und dort ausgebildet worden sei. "Beide Konvente sind also eng miteinander verbunden." Thema seiner Predigt war "Gottes Melodie aufnehmen". Der Erzbischof dankte den Sängern seines Erzbistums, dass sie mit Gesang regelmäßig die Gottesdienste umrahmen.

Zollitsch machte deutlich, dass nicht Nüchternheit und materieller Gewinn im Mittelpunkt stehen sollten, sondern das "von Herzen kommende Sanctus, "auf das wir alle mit großer Freude einstimmen". Jeder festliche Gottesdienst sei ein Vorgeschmack dessen, was uns in Gottes Herrlichkeit einmal erwarte. "Und wenn Chöre mit ihrem Gesang die Wolken etwas aufreißen, dass wir ein wenig den Himmel erblicken, ist das ein großartiger seelsorgerlicher Dienst." Für diesen Dienst verdienten alle Chöre Respekt, gerade weil ihr Einsatz manchmal als zu selbstverständlich betrachtet werde.

"Die Melodie Gottes aufnehmen, heißt nicht nur, sie in die Herzen der Menschen zu singen, sondern ihnen auch die frohe Botschaft Gottes zu überbringen." Der Erzbischof zeigte sich überzeugt, dass Gesang ansteckend wirken kann, zum Lob Gottes und zur Erbauung der Christen.

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