07.03.2018 - 17:52 Uhr

DGB ruft zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf Starke Stütze im Unternehmen

"Starke Betriebe haben starke Betriebsräte", weiß DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster. In einer Pressekonferenz ruft er deshalb dazu auf, zur Betriebsratswahl zu gehen.

Bei einer Pressekonferenz in Waldsassen warb der DGB-Kreisverband Tirschenreuth für die Teilnahme an den Betriebsratswahlen. Im Bild von links Franz Malzer, Reinhard Heller, Arno Wirnitzer, DGB-Regionssekretär Peter Hofmann, DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster, Richard Wittmann, Ute Meier und Thomas Hecht. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Waldsassen. Die Betriebsratswahlen finden laut Betriebsverfassungsgesetz alle vier Jahre von 1. März bis 31. Mai statt. Die Mitglieder des Betriebsrats führen ihr Amt unentgeltlich als Ehrenamt. DGB-Regionssekretär Peter Hofmann wies beim Pressegespräch darauf hin: Betriebsräte können in Unternehmen mit mindestens fünf Mitarbeitern gebildet werden. Gleichzeitig meinte Hofmann, dass es nur dann ein starker Betriebsrat sei, wenn eine Gewerkschaft dahinterstehe. DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster wünschte sich seitens der Mitarbeiter eine starke Wahlbeteiligung. "Ein Betriebsrat ist für ein Unternehmen wichtig. Gemeinsam übernehmen er und der Arbeitgeber Verantwortung." Wählen dürfe jeder Mitarbeiter, der seit mindestens drei Monaten im Unternehmen beschäftigt ist. Ab 200 Mitarbeiter ist ein Betriebsrat für seine Kollegen freigestellt. "Ein Betriebsrat trifft sich regelmäßig zu Sitzungen und bespricht die Situation und die Zukunft des Unternehmens." DGB-Regionssekretär Peter Hofmann informierte, dass Betriebsräte immer jünger und weiblicher würden. Hofmann wünschte sich, dass es in den Betrieben mehr Kandidaten als Betriebsratsplätze gibt. Der DGB rufe flächendeckend zur Teilnahme an den Wahlen auf. Ute Meier, Sozialsekretärin kirchlicher Dienst in der Evangelischen Kirche, hob hervor: Jeder der sich zur Wahl stellt, verdient größten Respekt und Anerkennung. Ziel aller Anstrengungen sei es, dass für gute Arbeit auch guter Lohn gezahlt werde, der ein gutes Leben ermögliche. Es sei wichtig, dass die Mitarbeiter von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. "Mit Mitbestimmung lässt sich in den Betrieben viel erreichen." Leistungsdruck und Überforderung könne so entgegen gewirkt werden. Betriebsratsvorsitzender Franz Malzer (Schott AG) flocht ein, dass die Arbeit als Betriebsrat nicht einfacher werde. Bei Schott stellen sich 25 Kandidaten zur Wahl; dem neuen Betriebsrat gehören 15 Mitarbeiter an. Arno Wirnitzer, designierter Betriebsratsvorsitzender der Firma Kassecker, berichtete von elf Betriebsräten, wobei der Vorsitzende freigestellt sei. Bei Kassecker stellen sich 22 Kollegen zur Wahl. Er zeigte sich überzeugt, dass ein guter Betriebsrat einem Unternehmen Vorteile bringe. Richard Wittmann, Betriebsseelsorger der Diözese Regensburg, ließ einfließen, dass Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer von der Arbeit der Betriebsräte sehr angetan sei. Gerade bei Problemen in einem Unternehmen könne der Betriebsrat sehr hilfreich sein. "Dies sind Arbeitsrechtler, Betriebswirtschaftler, gute Gesprächspartner und geschickte Verhandlungsführer, eben wahre Seelsorger." Wittmann ergänzte: "Beide großen christlichen Kirchen rufen zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf."

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