06.02.2018 - 20:10 Uhr

Fockenfeld und Resl im Schnelldurchlauf Passauer Bischof Stefan Oster besuchte Konnersreuth

Die angekündigte Aufgabe der Spätberufenenschule in Fockenfeld sorgt auch in der Diözese Passau für Gesprächsstoff. Das verrät Diözesanbischof Dr. Stefan Oster SDB bei einem Besuch in Fockenfeld. Mit ihm sind auch ehemalige Schüler gekommen.

Am Grab der Resl am Konnersreuther Friedhof
von Josef RosnerProfil

Konnersreuth. Das Passauer Domkapitel tagt seit Sonntag in Johannisthal im Landkreis Neustadt und nutzte den Aufenthalt zu einem Besuch in Konnersreuth. Kalt war's, als am Dienstagnachmittag das 29 Personen umfassende Domkapitel vorfuhr. Im Schnelldurchlauf besuchten Bischof Stefan Oster und seine Begleiter das Kloster Fockenfeld und die Stätten der Therese Neumann. Mit dabei Generalvikar Klaus Metzl, der 1986 in Fockenfeld Abitur gemacht hat.

Erste Station war das Kloster Fockenfeld, wo Pater Benedikt Leitmayr den Gästen die Hauskapelle zeigte und ihnen die farbigen Fenster erklärte. "Die Gläser stammen von der Waldsassener Glasfabrik Lamberts", sagte Leitmayr. Die Kapelle feiere heuer fünfzigjähriges Bestehen. Umso bedauerlicher sei der angekündigte Rückzug der Patres von Franz von Sales aus Fockenfeld, der spätestens 2021 über die Bühne gehen werde.

Auf Nachfrage erklärte der Bischof, dass die Schließung der Spätberufenenschule auch in den Passauer Medien ein Thema war. Schließlich hätten viele aus seiner Diözese die Schule besucht, darunter auch der Passauer Generalvikar Dr. Klaus Metzl, Dekan Josef Tiefenböck, der 1983 hier Abitur machte, und der Passauer Caritasdirektor Konrad Niederländer, der 1981 sein Abitur in Fockenfeld machte. Mit dem gemeinsam gesungenen "Salve Regina" endete die Kirchenführung. Im Anschluss gab es für die Gäste Einblicke in Klassenzimmer, Sporthalle, Speisesaal, Schloss und Festsaal. Dort erzählte ihnen Pater Benedikt Leitmayr, dass das Gut Fockenfeld vor genau 750 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurden ist. 1951 wurde das Gut vom Orden der Salesianer für 100 000 Mark erworben, Dank der Unterstützung von Waldburg von Zeil.

Nächste Station war Konnersreuth, wo zunächst das Resl-Haus besichtigt wurde. Stark beeindruckt ließen sich die Gäste die Geschehnisse um Therese Neumann erzählen. Pater Benedikt Leitmayr outete sich als prächtiger Fremdenführer, er wusste über jede Einzelheit genauestens Bescheid. "Wir begehen heuer den 120. Geburtstag der Resl, die am 18. September 1962 gestorben ist."

Besichtigt wurde die Vitrine im Erdgeschoss, wo viele persönliche Wäsche, Briefe und persönliche Sachen der Resl aufbewahrt sind. Im Leidens- und Sterbezimmer betete das Domkapitel für einen positiven Verlauf des Seligsprechungsprozesses. Letzte Station waren dann der Friedhof und die Votivtafelkapelle.

Beeindruckt lasen die Gäste in der 2006 erbauten Votivkapelle von den Gebetserhörungen, die Gläubige bis aus den USA und Brasilien hierhergebracht haben. Bischof Oster, ein gebürtiger Amberger, ist seit 2014 Oberhirte der rund 470 000 Katholiken im Bistum Passau. Auf Nachfrage verriet der Bischof, dass er das zweite Mal in Konnersreuth sei. Einmal sei er schon ganz privat zu Besuch gewesen.

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