25.05.2017 - 14:40 Uhr
Oberpfalz

Sieben Menschen bei Großfeuer leicht verletzt [Aktualisierung] Flammeninferno in Schottenhof

Kurz vor Mitternacht Großalarm für die Feuerwehren im Bereich Waldsassen: Zwei Bauernhöfe in Schottenhof bei Münchenreuth (Landkreis Tirschenreuth) stehen lichterloh in Flammen.

von Harald Dietz Kontakt Profil

Münchenreuth. (hd) Eine Bewohnerin eines Vierseithofes sieht am Mittwoch gegen 23.15 Uhr beim Blick aus ihrem Schlafzimmerfenster einen hellen Feuerschein. Sie informiert sofort über Notruf die Polizei. Beim Eintreffen der Feuerwehren stehen sowohl die Scheune ihres Anwesens sowie die Scheune des daneben liegenden Bauernhofes in Flammen. In kürzester Zeit sind Feuerwehrkräfte aus Münchenreuth, Waldsassen, Kondrau, Konnersreuth, Neudorf-Rosenbühl, Pleußen, Querenbach (Gerätehaus Hundsbach) und Höflas vor Ort. Zudem rücken Löschkräfte aus Mitterteich und Schirnding an. "Auch haben wir zusätzlich Atemschutzgeräteträger aus Arzberg angefordert", informiert Kreisbrandinspektor Lorenz Müller aus Waldsassen gegenüber Oberpfalz-Medien. Die Nebengebäude aus Holz sind nicht zu retten. "Sie brannten fast ausnahmslos nieder", berichtet Müller.

Neben einigen Erntevorräten werden vor allem Maschinen ein Raub der Flammen. Die eingesetzten rund 200 Feuerwehrleute müssen sich vor allem darauf konzentrieren, ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnhäuser zu verhindern. In Mitleidenschaft gezogen werden sie aber dennoch. Der Hof der Frau, die den Brand bemerkte, wird von einer fünfköpfigen Familie bewohnt. Im benachbarten Hof wohnt ein alleinstehender Mann, informiert das Polizeipräsidium Oberpfalz. Noch während des Brandes müssen vier Bewohner des Hofes vom Rettungsdienst wegen eines leichten Schocks behandelt werden. Der Nachbar erleidet eine leichte Rauchgasvergiftung, die vor Ort ambulant vom Rettungsdienst behandelt werden kann, heißt es im Bericht der Polizei. Zwei Feuerwehrleute ziehen sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zu.

Die Koordination des Löscheinsatzes klappt nach Auskunft von KBI Lorenz Müller reibungslos. Die meisten Einsatzkräfte sind bis gegen 3 Uhr am Vatertag, einige bis 7 Uhr und die Kräfte aus Münchenreuth noch länger gefordert. Das Löschwasser liefern Tanklöschfahrzeuge und bis zu 300 oder 400 Meter lange Schlauchleitungen, wobei Wasser aus einer Entnahmestelle und der Kläranlage bezogen werden kann.

Der Sachschaden dürfte sich im unteren siebenstelligen Bereich bewegen, so eine erste Einschätzung der Polizei. Im Einsatz waren neben den Feuerwehren aus der Region um Münchenreuth auch das Technische Hilfswerk aus Marktredwitz sowie eine Streife der Landespolizei und eine Streife der Bundespolizei. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden übernommen.

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