19.02.2018 - 20:00 Uhr

Umfrage zur Fastenzeit im Stiftland Wer hält sich noch an die Fastenzeit?

Die Fastenzeit ist der 40-tägige Zeitraum des Fastens zur Vorbereitung auf Ostern. Oft wird sie auch österliche Bußzeit genannt. Die Gläubigen sind in dieser Zeit angehalten, das Gebet noch intensiver als sonst zu pflegen und vermehrt die Gottesdienste und Andachten zu besuchen. An Sonntagen und Hochfesten sowie am Josefitag und an Mariae Verkündigung ist das Fasten aufgehoben. Ist die Fastenzeit noch zeitgemäß? Wir haben uns im Raum Mitterteich umgehört und festgestellt, dass die Fastenzeit von vielen noch sehr ernst genommen wird.

von Josef RosnerProfil

 Dominik Putzer: „An Aschermittwoch und an Karfreitag gibt es kein Fleisch, Wurst oder Süßes“, so der 20-Jährige aus Münchsgrün. Dies sei für ihn selbstverständlich. Ansonsten habe er sich nichts Besonderes vorgenommen, auch, weil er als Festleiter des Jubiläumsfestes der Katholischen Landjugend Leonberg derzeit ohnehin viel um die Ohren habe.

 Karin Zintl: Die Mitterteicherin hat sich fest vorgenommen, während der Fastenzeit auf Süßigkeiten zu verzichten. „Außerdem will ich mich auf das Wesentliche konzentrieren, was für mein Leben wichtig ist.“ Sie versuche, einfach bewusster zu leben. „Denn trotz Fastenzeit geht es uns immer noch gut genug, dies darf nicht vergessen werden.“

 Thomas Dubrowski: „Fastenzeit bedeutet für mich, zur Ruhe zu kommen, abschalten vom ganzen Stress. Familie und Arbeit sollten da wieder mehr im Vordergrund stehen“, so der Mitterteicher. Er versuche, gesünder und bewusster zu leben und mehr auf die Ernährung zu achten. „Ich halte die Fastenzeit für einen sehr guten Anlass, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.“

 Rosemarie Ernst: „Ich finde die Fastenzeit gut. Sie ist für mich ein Anlass, mich neu zu sortieren und über mein Leben nachzudenken. Ich habe mir vorgenommen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und bewusster zu leben“, erzählt die Steinmühlerin. Um sich auf das Wesentliche zu besinnen, setzt sie auf Angebote wie Gottesdienste, Kreuzwege und Glaubensseminare.

 Martin Bächer: Der Mitterteicher hat mit seiner Frau vereinbart, in der Fastenzeit bewusster zu leben. „Wobei wir ohnehin gesund und recht umweltbewusst handeln.“ Der Bayernliga-Fußballer der SpVgg-SV Weiden will zudem in der Fastenzeit ohne Alkohol auskommen. Dies werde schwer genug. „Schließlich gibt es in Mitterteich Zoiglstuben, und die haben auch in der Fastenzeit geöffnet.“

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