28.11.2011 - 00:00 Uhr
KrummennaabOberpfalz

17 Autoren präsentieren 19. Band der Schriftenreihe: "Wir am Steinwald"

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von Autor DENProfil

Bei der Präsentation des 19. Bandes "Wir am Steinwald" war das Schützenhaus voll besetzt. Steinwaldia-Vorsitzender Norbert Reger freute sich über den großen Zuspruch. Zur Einstimmung spielten die Neustädter Klarinetten Muse und das Veeh-Harfen-Quartett. 17 Autoren hatten sich eingefunden, um ihre Artikel vorzustellen. Bürgermeister Uli Roth erklärte, auch aus seiner Gemeinde, im südlichsten Zipfel des Steinwaldes angesiedelt, gebe es noch viel Stoff für weitere Bände.

Stellvertretender Landrat Günther König betonte die wichtige Funktion als Nachschlagewerk. Der Geschäftsführer des Naturparks Steinwald, Ernst Tippmann, hatte gleich eine Anregung für Band 20: "Mehr zum Thema Glasschleife."

Reger eröffnete die Vorstellung mit der Feststellung "Mia san vom Stoawald und dou san ma daham." Peter Wildgans, der als Redakteur als Erster die Texte liest, sprach die beiden Hauptthemen des aktuellen Bandes an: Artikel aus Kultur, Natur und vor allem rund um die Glasschleife sowie der Glaubenskrieg zwischen Katholiken und Protestanten.

Leben auf der Glasschleife

Als erster Autor erzählte Karl Hönick eine Geschichte vom Leben auf der Glasschleife. "Das Kloster und der Kalk" hatte sich Michael Neubauer vorgenommen. Intrigen rund um das Kloster machten die Geschichte sehr spannend. Thomas Lippert nahm sich des Kirchenbaus der evangelischen Kirchengemeinde in Neusorg an. Er sei selbst von den Glaubenskriegen betroffen. "Weil ich katholische eingeheiratet habe und dazu im Kirchenvorstand tätig bin", schmunzelte Lippert. Ein modernes Märchen erzählte Rudolf Arndt. Josef Heinl stellte seine Ergebnisse zum Gründer der ersten Porzellanfabrik in Erbendorf, Hans Schrembs, vor.

Adalbert Busl sprach über die Luitpoldlinde in Wiesau, Hans Spörer hatte über die Post im Raum Pullenreuth recherchiert. Am Ende des ersten Teiles hatte Rudolf Arndt etwas Nachdenkliches parat. Mit den Klängen der Klarinetten und Veeh-Harfen läutete Markus Reger den zweiten Teil der Buchvorstellung ein. Er übernahm für seinen Vater die Moderation. Harald Stark sprach zum Simultaneum in Thumsenreuth. Er lobte das Pfarrarchiv in Thumsenreuth mit seinen vielen Raritäten.

Wolfsgrube im Blick

Das verlassende Dorf Birkenreuth war Sujet von Hans Grünwald. Der Vorsitzende selbst hatte sich mit den Tagebucheinträgen von Walter Ebert befasst. Zu diesen Berichten sind auch viele Repros der Aquarelle von Ebert im Buch zu finden. Reger stellte außerdem die Grabungsergebnisse zur Wolfsgrube im Steinwald vor. Bei entsprechender Förderung würde die Steinwaldia zu diesem Thema ein Buch herausbringen, meinte er augenzwinkernd Richtung Freiherr und Freifrau von Lindenfels, die unter den Gästen weilten.

Ebenfalls im Buch zu finden sind die Berichte von Claudia Lippert. Sie erzählt von der heimatkundlichen Familienwanderung im Mai 2010 und steuerte viele Bilder von der Einweihung der Glasschleife bei. Die Predigt zur Einweihung von Dekan Edmund Prechtl ist auch im Heft abgedruckt. Joseph Hörl beschäftigte sich gleich mit dem Weiterbau der Glasschleife.

Der "Haus- und Hofarchitekt", wie Reger betonte, machte die Gäste neugierig. Seine Aufforderung "Kommen und Anschauen" nahmen sich an diesem Abend viele Gäste vor. Harald Primitz berichtete von der Glasschleifen-Exkursion der Steinwaldia. Wolfgang Schödel, von Beruf Förster, sprach vom Lebendigen Wald. Zum Schluss erwähnte Markus Reger "das Übliche" wie Tätigkeitsbericht, Bilder, die bisherigen Veröffentlichungen und das Autorenregister. Danach stimmten die Instrumentalisten und Rudolf Arndt die Gäste mit Musik und Gedichten auf die Adventszeit ein.

Wir am Steinwald, Band 19, Verlag Eckhard Boder Pressath, ISBN: 978-3-939247-20-3, Preis: 10,80 Euro. Erhältlich im örtlichen Buchhandel sowie auf den Gemeinden.

 

 

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