11.08.2014 - 00:00 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Gemeinschaftsversammlung tauscht zudem VG-Mobil aus - Etat über 820 000 Euro Gutachten für die Kläranlage

von Autor HJUProfil

Die Finanzen für 2014 sind geregelt. Die Gemeinschaftsversammlung Krummennaab verabschiedete in der Sitzung die Haushaltssatzung, sowie den -plan. Der Verwaltungsetat weist ein Volumen von 634 865 Euro aus, der Vermögenshaushalt schließt mit 185 839 Euro ab. Kredite müssen nicht aufgenommen werden. Die Verwaltungsumlage liegt bei 132,96 Euro je Einwohner (insgesamt 2670 Personen).

Bei dem 2009 als VG-Mobil angeschafften Fiat Ducato wird die Mobilitätsgarantie ablaufen. Einige größere Reparaturen und Erneuerungen wie der Austausch des Zahnriemens und der Reifen stehen an. Daher sprach sich die Mehrzahl der VG-Räte für einen Ford Transit Custom Kombi Trend als Ersatz aus. Vorsitzender Uli Roth hatte ein solches Model bereits besichtigt. "Wichtig ist hier auch der verlängerte Radstand, damit hat jeder viel mehr Platz im Kofferraum."

Höherer Kilometerpreis

Der Reuther VG-Rat Helmut-Stefan Neugirg warf jedoch ein, dass nur der praktische Nutzen beachtet werden sollte: "Soll es denn unbedingt ein Wohnzimmersessel sein?" Nach kurzer Diskussion einigte sich das Gremium schließlich auf den Ford Transit. Stellvertretender Vorsitzender Werner Prucker schlug vor, den Kilometerpreis dafür etwas zu erhöhen. "Nur ein oder zwei Cent mehr und wir würden das bis jetzt erwirtschaftete Minus etwas eindämmen." Auch dieser Idee stand das Gremium offen gegenüber. Das alte VG-Mobil soll verkauft oder in Zahlung gegeben werden.

Für die Arbeiten in der Kläranlage sind immer wieder Abstiege in verschiedene Schächte und Pumpstationen nötig. Diese Arbeiten dürfen stets nur von zwei Personen vorgenommen werden. Da sich dort unter anderem giftige Gase bilden können, muss eine Sicherungs- und Rettungsausrüstung vorhanden sein, die allerdings in der Krummennaaber Kläranlage bislang fehlt. Von der Firma Josef Martin GmbH aus Österreich, die außerdem jährliche Wartungen anbietet, ist ein Angebot über 3569 Euro eingeholt worden. Einstimmig sprachen sich die Räte für die Anschaffung der Ausrüstung aus.

Für die Zustandserfassung der Kläranlagenbauwerke, der Regenüberlaufbecken und der Pumpwerke ist ein Betongutachten zu erstellen. Das Ingenieurbüro Zwick schlug dafür unter anderem das Institut Dr.-Ing. Gauer aus Störnstein vor. Nach der Prüfung eines Kostenvoranschlags empfahl das Ingenieurbüro, den Auftrag an die Firma Gauer zu vergeben. Der Preis von 11 762 Euro liege im üblichen Rahmen. Die Räte stimmten dem Vorschlag zu. Uli Roth merkte an, dass dieses Gutachten wichtig für die Restwertbestimmung der Kläranlage Krummennaab sei.

Zuviel Fremdwasser

Bei dieser Anlage wurde weiter ein unverhältnismäßig hoher Fremdwassereintrag festgestellt. Normal wären 35 Prozent Fremdwasser, gemessen wurden aber rund 50 Prozent. Um die Problemstelle zu lokalisieren, soll ein Gerät zur Durchflussmessung zum Einsatz kommen. Werner Prucker erklärte dazu, dass die Gemeinde Reuth bereits zwei Stellen mit Fremdwassereintrag ausgemacht habe. Er ist der Ansicht, dass es besser wäre, erst einmal die Sammler abzufahren und zu filmen. "Ein Gerät zur Messung kann später immer noch angeschafft werden." Er denkt hier an das Ziel, bis zum 1. Januar 2015 ein Kommunalunternehmen mit Friedenfels zu gründen. Die VG-Räte waren ebenfalls dieser Ansicht.

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