5000 Jahre Reformation
"Was, wenn er es schafft?"

Bei voller Kirche feierten die evangelischen Gemeinden Krummennaab, Thumsenreuth und Friedenfels das 500. Jubiläum der Reformation in der Leonardikirche in Krummennaab. Bild: zaf
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Krummennaab
10.11.2017
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Die Reformation ist in aller Munde. Der 500. Jahrestag wird auf vielfältige Weise begangen. Einen besonderen Gottesdienst feierten die evangelischen Gemeinden Krummennaab, Thumsenreuth und Friedenfels in der Leonardikirche.

"Die neueste Revision der Lutherübersetzung haben wir vor zwei Wochen als Altarbibeln für die Leonardikirche und die Ägidienkirche vom Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss überreicht bekommen", verkündete Pfarrerin Nadine Schneider den Gläubigen in ihrer Begrüßung.

Sie dankte allen, die das Jubiläum mitgestalteten, den Mesnern Betty und Albert Tretter, Katharina Purucker, dem Posaunenchor Thumsenreuth-Krummennaab, dem Flötenchor und Franziska Zahn an der Orgel. In einer Predigt der außergewöhnlichen Art machte Pfarrerin Schneider aufmerksam auf die Menschen, "die einen wachen Blick auf die Welt haben, die mit ihren Gedanken und Worten etwas anstoßen und in Bewegung setzen. So wie Martin Luther."

Großer Einfluss

Robert Häupler, Christine Schultes und Christine Zahn liehen drei Personen aus der Zeit Luthers ihre Stimmen. Zum einen Friedrich dem Weisen, der hin und hergerissen war, als er vom Anschlag der 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg gehört hatte. "Was, wenn er wirklich das scheinbar Unmögliche schafft und die Kirche einer Reform unterzieht?", fragte er sich. Dabei kam ihm Luther gerade recht, war es ihm doch ein Dorn im Auge, dass die Kirche einen so großen Einfluss auf das Fürstentum hatte. Eine weitere Stimme aus der Reformationszeit war Ottilie von Gersen, eine geflohene Nonne, die einen Pfarrer heiratete. Er wollte die bestehende Ordnung in Kirche und Gesellschaft auflösen.

Die dritte Stimme war Ursula Weyda, die ganz fasziniert von Luther war. Sie konnte die Augen schon lange nicht mehr vor den Missständen der Kirche verschließen. Luther hatte sie so sehr beeinflusst, dass sie dem Abt Simon von Pegau, der ein Buch gegen Martin Luther und seine Lehren geschrieben hatte, in der Öffentlichkeit einen Brief schrieb, in dem sie ihm ihre Meinung sagte. "Jeder ist Teil der Reformation", schloss Pfarrerin Nadine Schneider ihre eindringliche Predigt. Auch heute sei es Zeit, gegen Unrecht und Missstände in der Welt furchtlos aufzustehen.

Empfang mit Sekt

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem Sektempfang ins Gemeindehaus eingeladen. Neben Pfarrerin Schneider fanden Bürgermeister Uli Roth und Pfarrer i.R. Siegfried Wölfel für die Katholischen Gemeinden ein paar Grußworte anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation. Beim Empfang und im Gottesdienst waren Monsignore Neumeier von der Katholischen Pfarrei Premenreuth, Elfriede Schwarzmeier und Kerstin Hasenfürter von den Pfarrgemeinderäten Krummennaab und Premenreuth vertreten. Ebenso dabei waren Mitglieder der Schützen Thumsenreuth, der Feuerwehr Krummennaab, der Feuerwehr Thumsenreuth, der Quersinger und des Seniorenclubs "Unter uns".
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