Ehrenmedaille in Gold

Vermischtes
Krummennaab
23.12.2016
23
0

Die letzte Sitzung des Gemeinderats von Krummennaab im Jahr 2016 brachte viele gute Nachrichten. Zwei Personen wurden für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt und mit der gemeindlichen Ehrenmedaille in Gold ausgezeichnet.

Dr. Bertold Freiherr von Lindenfels, Jahrgang 1952, trat bereits mit sechs Jahren in die Feuerwehr ein, damals noch als passives Mitglied. Seitdem ist er der Wehr treu geblieben. Seit 1990 ist er sogar Vorsitzender der Brandschützer und fungiert außerdem als Feuerwehrarzt. Bürgermeister Uli Roth zeigte sich von der Einsatzbereitschaft beeindruckt. Neben der Medaille überreichte er ein Präsent.

Roth ehrte auch Dr. Wolfgang Witt, der als Sangesbruder seit vielen Jahren für guten Klang in Krummennaab und Thumsenreuth sorgt. 1986 trat er der Chorgemeinschaft bei und schon seit 22 Jahren leitet Witt den Liederkranz. In dieser Zeit hat er auch zahlreiche Konzerte und Ausflüge organisiert. Witt ist außerdem stellvertretender Vorsitzender des STC Krummennaab. Auch er erhielt das Ehrenzeichen und ein Geschenk.

Geld für Vereine

Freuen dürfen sich auch die ortsansässigen Vereine. Die Gemeinde investierte 2016 zwar bereits mehr als 6000 Euro, der Gemeinderat fasste aber dennoch den Beschluss, weitere 2500 Euro zu verteilen. Jeweils 1000 Euro bekommen der TSV Krummennaab und die Schützengemeinschaft Thumsenreuth als Zuschuss für die geleistete Vereinsarbeit.

300 Euro gibt es für den STC und 200 Euro für den Kleintierzuchtverein. Um die Feuerwehr Thumsenreuth auf dem neuesten Stand der Technik zu bringen, beschlossen die Räte die Anschaffung von drei Digitalfunkgeräten und einer Wärmebildkamera. Die Wärmebildkamera ist für circa 4000 Euro zu haben, wovon die Hälfte die Wehr selbst aufbringt. Für die Funkgeräte ist mit Kosten von circa 1650 Euro zu rechnen.

Auch der gemeindliche Bauhof kommt nicht zu kurz. Das alte Fahrzeug hat nach vielen Jahren ausgedient. Aufgrund des hohen Alters ist eine Reparatur der doch größeren Mängel nicht mehr rentabel. Die Gemeinderäte entschieden sich daher für die Anschaffung eines neuen Doppelkabiner-Busses für circa 24 800 Euro.

Doch in der Sitzung galt es nicht nur Geschenke zu verteilen. Der Gemeinderat gab außerdem eine Optionserklärung zur Änderung des bestehenden Umsatzsteuerrechts ab. Krummennaab behält demnach bis Ende 2020 das bestehende Recht bei und schließt sich damit der Empfehlung des Bayerischen Gemeindetages an. Nach der neuen Ordnung sind auch Körperschaften des öffentlichen Rechts umsatzsteuerpflichtig. Die Optionserklärung bietet den Gemeinden sozusagen eine "Schonfrist", bis das geänderte Recht ab Ende 2020 von allen umgesetzt werden muss.

Die veraltete Wasserabgabesatzung (WAS) der Gemeinde wurde überarbeitet und aktualisiert. Die Neufassung tritt zum 1. Januar in Kraft und wird im Internet veröffentlicht. Im Rahmen der Kläranlagensanierung werden auch die Pumpwerke Trautenberg, Krummennaab und Steinbühl mittels Fernwirktechnik mit der Kläranlage verbunden. Für die elektrotechnische Nachrüstung beauftragt die Gemeinde ein Ingenieurbüro, dessen Honorar sich auf 17 850 Euro brutto beläuft.

Förderprogramme

Der Gemeinderat zeigte sich auch mit der Sanierungssatzung und der Gestaltungsfibel für das Kommunale Förderprogramm des Städtebauprogramms einverstanden. Der erste Antrag sei laut Roth bereits bei der Gemeinde eingegangen. Dem Bauantrag der Eheleute Pia und Roman Holzer aus Trautenberg wurde stattgegeben.

Grüße der Fraktionen

Zum Ende der Sitzung folgten die Weihnachtsgrüße der Fraktionen. Max Sieder für die SPD, Matthias Reul für die CSU und Herbert Mattes für die Freien Wähler blickten durchweg positiv auf das vergangene Jahr zurück. Krummennaab sei mit den vielen Umgestaltungsmaßnahmen und der Erneuerung der Kläranlage auf einem sehr guten Weg. Die Zusammenarbeit im Gremium sei immer sachlich und vorbildlich gewesen. Alle wünschten sich frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2017.

Roth bezeichnete 2016 als "das Jahr der nicht fertiggestellten Projekte". 2017 werde jedoch wieder angepackt. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Entwicklungen auch von der Bevölkerung mit getragen werden. Er dankte allen Mitarbeitern der Gemeinde und allen Fraktionen für die professionelle politische Arbeit.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.