Sing Out drehen erstes Musikvideo - Hollywood-Filmemacher führt Regie
Boys of Summer in der Toskana

Die Gelegenheit für einen Videodreh mit Hollywoodregisseur Michael Underwood (oben rechts) nutzte "Sing Out": Rudi Kreuzer (von links), Markus Schuller, Johannes Grünbauer, Gregor Schraml, Armin Steinhauser und Uli Roth.
Vermischtes
Krummennaab
04.01.2017
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Es ist Zufall und ein entfernter Verwandter von Rudi Kreuzer, die das Ganze in die Wege geleitet haben. Und es ist eine Premiere in jederlei Hinsicht, die das A Capella Ensemble "Sing Out" mit dem Dreh ihres ersten Musikvideos verbuchen kann. Noch dazu schnupperten die sechs Männer sogar ein bisschen Hollywood Luft.

Im Mai vergangenen Jahres machten sich die Sänger auf den Weg in die Toskana nach Montestigliano in eine ehemalige Ölmühle. Die diente den Sängern nicht nur als Schauplatz und Ort für die Szenen des Musikvideos zu dem Song "Boys of Summer", sondern auch als Schlafplatz und Location für ein Konzert im dortigen Wirtshaus. Vier Tage früh aufstehen, aufnehmen, drehen und nebenbei auch noch für die beiden Konzerte proben. Ein Zweites gaben "Sing Out" in einem Kloster in Torri. Dort haben sie sogar mit Mappen gesungen. "Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich für uns", erzählt Uli Roth, der bei den Sängern für den Bass und den Groove sorgt.

Doch warum der ganze Aufwand und in die Toskana für ein Musikvideo fahren? Wäre das nicht hier irgendwo in der Gegend genauso möglich gewesen ? Vermutlich schon, aber dennoch bot sich die Toskana hervorragend dafür an. Der Regisseur Michael Underwood, der schon Werbespots in Hollywood gedreht hat, lud "Sing Out" zu seiner Vernissage in Montestigliano ein. Als entfernter Verwandter von Rudi Kreuzer wollte er, dass die sechsköpfige Gruppe die Ausstellung musikalisch umrahmt. Im Gegenzug bot er dem Ensemble an, ein Musikvideo mit ihnen zu drehen. Dass es gerade "Boys of Summer" wurde, zu dem gedreht wurde, hatten "Sing Out" ihrem Regisseur zu verdanken, der sich den Song ausgesucht hatte. Aber irgendwie passt es auch textlich sehr gut zur Location. Als Präsident von Tantrum Pictures führt Underwood ein eigenes Produktionsteam mit Sitz in den USA und Europa.

Nun sollte man meinen, dass es am Anfang vielleicht nicht ganz so einfach ist, wenn die sechs Sänger, die noch nie ein solches Video gedreht haben, plötzlich vor der Kamera stehen sollen. "Es hat fast alles auf Anhieb geklappt", sagt Roth. "Wir waren alle sehr zufrieden." Es wurde natürlich auch viel ausprobiert. Der Regisseur gab Anweisungen, wer wann wo stehen sollte, oder wohin wer gehen sollte. Neben der Ölmühle nutzten "Sing Out" auch die einzigartige Landschaft, die die Toskana dort zu bieten hatte. Und das zudem zu unterschiedlichen Uhrzeiten. "Einmal mussten wir schon ganz früh aufstehen."

Die Szenen entstanden anhand der verschiedenen Strophen von "Boys of Summer". Manchmal ist die ganze Gruppe zu sehen, dann wieder nur zwei oder drei Sänger, die anderen stehen im Hintergrund und halten spezielle Tafeln, sodass das Licht auf eine bestimmte Art und Weise auf die gefilmten Personen fällt. Für den letzten Schliff, das sogenannte Coloring sorgt ein Bekannter von Underwood, Ron Andersson. Eine professionelle Aufnahme entstand nach dem Videodreh in den Backyard Studios in Bayreuth.

Dass es viel Arbeit und nicht nur Vergnügen werden würde, lag unter anderem auch daran, dass für zwei Konzerte in den vier Tagen, die "Sing Out" in Montestigliano verbrachten, geprobt werden musste. Dennoch stand vor allem die Geselligkeit im Vordergrund, und dass es etwas Einzigartiges werden würde, war allen klar.

Bei einer internen Release-Feier am 21. Januar wird das Video geladenen Gästen präsentiert. Einen Tag später wird es dann auch auf der Homepage öffentlich gemacht. Das A Capella Ensemble macht es sehr spannend.

Aber so schnell solle es wohl kein weiteres Musikvideo mehr geben, betont Roth. "Das war vorerst eine einmalige Sache." Eventuell ist etwas Ähnliches 2018 zum 25-jährigen Jubiläum von "Sing Out" geplant.
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