28.02.2018 - 14:00 Uhr
Krummennaab

Weltgebetstag zum Thema "Surinam": Pfarrerin Nadine Schneider im Vorbereitungsteam "Ich bin total begeistert"

Auch wenn sie selbst noch nie dort war, für Pfarrerin Nadine Schneider ist Surinam faszinierend. Das Land in Südamerika ist heuer das Thema des Weltgebetstags der Frauen am kommenden Freitag. Die Pfarrerin gehörte vergangenes Jahr zur Vorbereitungsgruppe für das Dekanat Weiden und hat in Stein in Mittelfranken neben weiteren etwa 60 Personen das Thema für dieses Jahr bei einem bayernweiten Treffen erarbeitet. Schneider war die einzige Pfarrerin, die an dem ersten der mehreren Treffen teilgenommen hat. Sonst waren nur Laiinnen aus der evangelischen und der katholischen Kirche dabei. Die Ergebnisse hat sie mit Gabi Mehlan, Katharina Bach-Fischer und Julia Merz-Neudert Ende Januar am dekanatsweiten Vorbereitungstag in Weiden vorgestellt.

Pfarrerin Nadine Schneider hat sich intensiv mit dem Thema des diesjährigen Weltgebetstags beschäftigt. Sie weiß Bescheid über Surinam - das Land und die Leute. Bild: den
von Elisabeth Schätzler Kontakt Profil

"Seitdem ich das Land kennengelernt habe, bin ich total begeistert", schwärmt die Geistliche. "Viele Menschen verschiedener Ethnien, Religionen und Kultur leben hier zusammen", weiß sie. Und die leben alle friedlich mit- und nebeneinander. In dem Vorbereitungstreffen standen verschiedene Workshops unter anderem zu den Themen Verkündigung, Musik und Schuldbekenntnis und Bitte um Vergebung und Zusage sowie die Frauen und ihre Lebenssituationen auf dem Programm.

Landesreferentin Heidi Clemens informierte die Teilnehmer über das südamerikanische Land, das im Norden an den Atlantik und im Süden an Brasilien grenzt. Als ehemalige niederländische Kolonie ist die Amtssprache der gut 500 000 Einwohner niederländisch. Clemens berichtete von ihrer Kindheit und Jugendzeit in Surinam und zeigte in einer Power-Point-Präsentation Bilder.

Beeindruckt ist Nadine Schneider von der Geschichte Surinams. Bis 1975 war das Land eine niederländische Kolonie, bis ins 19. Jahrhundert wurde dort Sklavenhandel betrieben. Kreolen, Maroons, Hindus, Chinesen und Niederländer leben in dem Land. "Diese Gruppen und Ethnien haben sich etabliert und es geschafft, ihre Religion zu erhalten", weiß die Pfarrerin, die seit September 2015 für die evangelischen Kirchengemeinden Thumsenreuth mit Friedenfels und Krummennaab zuständig ist. "Das Land besteht aus 90 Prozent Regenwald", sagt die 34-Jährige weiter. "Und hat somit viele unentdeckte Arten." In den Regenwäldern leben die Maroons, die meisten der Surinamesen an der Küste. In ihrer Pfarrei betet die Pfarrerin gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern die Ordnung des Weltgebetstags, danach ist ein gemütliches Beisammensein mit Köstlichkeiten aus Surinam geplant. Dabei wird Nadine Schneider auch eine ihrer Zusammenfassung über Surinam vorstellen.

Ob sie selbst einmal in dem südamerikanischen Land Urlaub machen würde? "Ich fände es total spannend. Aber ich vertrage das Klima nicht so", sagt sie und lacht. Und sie weiß: "In dem Land gibt es keinen Tourismus. Das ist nicht wie in Brasilien mit Badestrand." Es werde versucht, Ökotourismus aufzubauen. Es gebe Natur im Überfluss, der angestrebte Ökotourismus stehe deswegen auch im Zusammenhang mit Gottes Schöpfung. Das sei auch das Thema das Weltgebetstags am kommenden Freitag: "Gottes Schöpfung ist sehr gut!"

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Weitere Informationen:

www.weltgebetstag.de

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