50 Jahre Musikverein Haselmühl-Kümmersbruck
Song Contest klar geschlagen

Das enorme Repertoire des Musikvereins kam in der voll besetzten Halle beim Jubiläumskonzert bestens an.
Kultur
Kümmersbruck
19.05.2017
112
0

"Es war allemal besser, das Jubiläumskonzert des Musikvereins zu besuchen, als sich vor dem Fernseher den Eurovision Song Contest anzusehen", lobte zweite Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm in der Kümmersbrucker Mehrzweckhalle. Das musikalische Niveau sei nämlich hier mit Sicherheit größer.

Das fanden wohl auch so viele Besucher, dass die Halle praktisch voll war. Der Musikverein Haselmühl-Kümmersbruck hatte zum Konzert anlässlich seines 50-jährigen Bestehens eingeladen und, keine Frage, das Orchester unter der Leitung von Marcus Hoffmann war bei seinem Jubiläumsauftritt in Bestform. Und deshalb haben es alle bemerkt, was die Bürgermeisterin den sieben Damen und 18 Herren aus dem Orchester bescheinigte: "Ob jung oder etwas älter, allen Mitgliedern ist bei euren Auftritten anzumerken, wie viel Spaß euch das gemeinsame Musizieren macht, das kommt rüber und beim Publikum gut an."

Der Musikverein zeigte jedenfalls große Harmonie, hat gute Solisten und ein großes Repertoire bewiesen. Dirigent Marcus Hoffmann und sein Vorsitzender Peter Dürr haben einen großen Klangkörper unter ihrem Taktstock. Das bewiesen die Musiker auch in drei Blöcken, die man musikalisch so einteilen könnte: Highlights symphonischer Blasmusik, beschwingte und sehr bekannte modernere Melodien, und schließlich sozusagen das "Urgeschäft": traditionelle Märsche, Polkas und Walzer.

Märsche und Polkas


Musikalisch hat das Orchester den Abend mit der fiktiven Filmmusik "Adventure" begonnen, gefolgt von der feurig-rasanten Musik der vier Zigeunertänze, die in die ungarische Puszta entführte. Elke Wittig hat zwischen den jeweiligen Stücken die wörtlichen, erklärenden Verbindungen hergestellt, womit die Zuschauer auch ihr Wissen über Entstehung und Komponisten der Melodien erweitern konnten. Die eingängige, schmalzige Elisabeth-Serenade sowie Tango, Bolero und eine Charleston-Auswahl beherrschten den zweiten Abschnitt, ehe dann nach der Pause die gängigen Märsche und Polkas zu hören waren, man förmlich den "Mühlbach klappern" hörte. Der Hoch- und Deutschmeister Regimentsmarsch war offiziell das Ende nach 90 Minuten - natürlich ging es nicht ohne zwei Zugaben.

Husaren als Wurzeln


Zwischendrin hatte Vorsitzender Peter Dürr auf die Anfänge des Orchesters im Jahr 1967 zurückgeblickt, angefangen von den einstigen Husaren aus Penkhof, Begleitkapelle für die Narhalla, bis zu dem großen und leistungsfähigen Orchester, das auch ein Botschafter für Haselmühl-Kümmersbruck ist. Das sah auch der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Werner Stein so, der durchaus eine persönliche Affinität zum Jubiläumsorchester hat, denn mit den Haselmühlern habe er seinen ersten musikalischen Auftritt erlebt. Mit Willi Freitag und Hans Gaßner waren auch zwei Gründungsmitglieder eingeladen. Letzterer ist heute noch aktiv dabei.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.