Benefizkonzert zugunsten der Pfarrei St. Antonius Kümmersbruck
Knappschaftskapelle begeisternd

Zum weihnachtlichen Benefizkonzert zugunsten der Pfarrei St. Antonius war die Amberger Knappschaftskapelle in die St.-Antonius-Pfarrkirche gekommen. Bild: Steinbacher
Kultur
Kümmersbruck
23.12.2016
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Die Knappschaftskapelle Amberg und Dirigent Thomas Prechtl sind gerngesehene Gäste, besonders wenn sie selbst zu einem Benefizkonzert einladen.

Pfarrer Wolfgang Bauer begrüßte in der nahezu voll besetzten Kümmersbrucker Pfarrkirche St. Antonius die musikalischen Gäste und bedankte sich, dass der Spendenerlös aus dem traditionellen Konzert der Knappschaftskapelle Amberg heuer der Pfarrei zugute kommt. "Der Advent ist die Zeit der Ankunft des Herrn", sagte der Geistliche. Gerade deshalb passe das symphonische Blasorchester mit seinem großen Volumen zum "Wachet auf" gut in die Zeit vor Weihnachten.

Mit einer Psaltrade des zeitgenössischen Komponisten Jan de Haan, kräftig vorgetragen von den Trompeten, Hörnern und Pauken, eröffnete die Knappschaftskapelle das Konzert.

Verschiedene Epochen

Mit geistlichen Liedern, Spirituals, aber auch weihnachtlichen Kompositionen verschiedener Epochen, ursprünglich vielfach für mehrstimmigen Chor entstanden und dann entsprechend für Blasorchester bearbeitet, bewies das Ensemble erneut seinen Ruf als ausgezeichneter Klangkörper. So beispielsweise bei "Wachet auf" in der Fassung von Felix Mendelssohn oder bei den zwei Sätzen aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens.

Bei letzterem herrschte eine lyrisch kontemplative Stimmung mit ruhigem, fast meditativem Charakter. Also gut geeignet für eine Zeit der Besinnung und der Beschäftigung mit geistigen Inhalten. Danach gab es den Wechsel zu modernen Stücken und Negro Spirituals. Die klang- und temperamentvolle Eröffnung ging in ein träumerisches Verweilen in Ruhe und Stille über - und dann wieder zurück zu forciertem Tempo. Das Orchester folgte dabei seinem Leiter Thomas Prechtl diszipliniert in jeder Phase.

Bei den Spirituals überzeugte die Kapelle durch ihre Musikalität und brachte die darin enthaltenen Gedanken und Botschaften aus der Sklaverei in Amerika ausgezeichnet zur Geltung. Bei "Sure on this shining night" von Samuel Barber wurde das Gotteshaus harmonisch durchflutet, es ertönte ein voluminöser Klangkörper, der am Ende wieder vom Dirigenten effektvoll zurückgenommen wurde.

Im "Te Deum" von Jacob de Haan war die zugrundeliegende Melodie von "Großer Gott wir loben dich" immer wieder in verschiedenen Variationen erkennbar. Helle Signalfanaren ertönten dann bei "A Christmas Herold" von Philip Sparke. Danach erweckte das Orchester stimmungsvoll das Publikum mit "Raise your Choice and Triumphs high" von James Swearingen, um es an der Freude und dem Triumph über die Dunkelheit teilhaben zu lassen.

Überwältigende Klänge

Mit dem prunkvoll symphonischen Prelude zu "Adeste Fideles" von Claude Thomas Smith zeigte die Knappschaftskapelle nochmals ihr ausgezeichnetes Können und brachte zum Abschluss mit ihren überwältigenden Klängen eine wunderbare Einstimmung auf die kommende Festzeit.

Ganz ohne Zugabe ging es nicht: Mit "We wish you a Merry Christmas and a Happy New Year" gab es für die Zuhörer musikalische Weihnachts- und Neujahrswünsche; langanhaltender Applaus war der Lohn und Dank für das wahrlich erhebende Konzerterlebnis.
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