13.12.2016 - 02:10 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kümmersbruck und Holysov auch musikalisch eng verbunden: Das Lied der gelebten Freundschaft

Nicht nur die jeweiligen Bürgermeister sollen sich treffen, sondern auch andere Personenkreise: So sieht Bürgermeister Roland Strehl die Partnerschaft zwischen Kümmersbruck und Holýsov/Tschechien. Die beiden Gemeinden tun genau das. Und können sogar ein Lied singen von ihrer gelebten Freundschaft.

Bürgermeister Roland Strehl (Zweiter von rechts) kann tatsächlich ein Lied von der Partnerschaft mit dem tschechischen Holysov singen - als Mitglied der Kümmersbrucker Gruppe "picChorolo".
von Redaktion OnetzProfil

Seit fast 25 Jahren besteht diese Städtepartnerschaft. Sie wird auf verschiedenen Ebenen gepflegt - auch musikalisch. So kamen die Tschechen kürzlich zu einem Konzert nach Kümmersbruck, am zweiten Adventssonntag traten die Kümmersbrucker den Gegenbesuch an. Die beiden Chöre "picChorolo" und Cababana fuhren mit einigen Gemeinderäten per Bus nach Tschechien, wo sie Bürgermeister Jan Mendrec mit Kaffee und Kuchen empfing. Anschließend wurden das alte und neue Rathaus sowie das Heimatmuseum besichtigt.

Kein freier Platz

Dann ging es schon zu den Einsingübungen. Die Kirche vom heiligen Petr und Paul in Holýsov ist nicht sehr groß, deshalb mussten die Aktiven etwas zusammenrücken, um Platz für das Publikum zu haben, das das Gotteshaus komplett füllte. Gemeinsam gestalteten Gruppen aus beiden Städten ein länderübergreifendes Konzert.

Den Anfang machte das "Klarinettrio" der Kunstschule Holýsov mit zwei Stücken von Robert Schumann. Danach präsentierte der in Kümmersbruck bereits bekannte Chor HLAS aus Holýsov unter anderem "Gloria" von Charles Gounod. "picChorolo", die Boygroup aus Kümmersbruck, steuerte adventliche Lieder von Franz Hanauska bei.

Als Genuss entpuppte sich die Gruppe "Hich Grass" (Holýsov): Mit vier Zupfinstrumenten und den dazugehörigen Männerstimmen entführten das Ensemble das Publikum in den amerikanischen Westen. Auch Bürgermeister Strehl war begeistert: Er lud die Gruppe zu einem Auftritt nach Kümmersbruck ein.

Völkerverbindende Musik

Johanna Sarnowski brillierte, begleitet von Angie Oeckl am Piano, mit "Mariä Wiegenlied" von Max Reger. Cabanana erweiterte sein Kümmersbrucker Programm um Amezaliwa. Die tiefen Bassklänge der Trommeln hielten die Zuhörer in ihrem Bann. Das gemeinsame Lied "Tebe poem" wurde am Ende sehr gefühlvoll von allen Gruppen unter dem Dirigat von Agnes Kramer gesungen: Hier konnte man sehr deutlich erleben, dass Musik Völker verbindet, auch wenn man die jeweilige Landessprache nicht kann. Als Schlusslied erklang "Ticha Noc"/"Stille Nacht", erst in Tschechisch, dann in Deutsch. Der erste Teil Sprachkurs war damit gemacht.

Nicht zu bremsen

Durchs Programm führten der Bürgermeister Jan Mendrec und der junge Germanistikstudent Ondrej Svarc. Im Anschluss an das Konzert zeigten die Tschechen ihre Gastfreundschaft und bewirteten die Kümmersbrucker Gäste großzügig. Alle beteiligten Gruppen gaben noch kleinere und größere Musikeinlagen. Cababana war sogar auf dem Heimweg nicht zu bremsen und sang, bis der Bus in Kümmersbruck ankam.

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