09.07.2015 - 00:00 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Feld ist kein Abstellplatz für abgemeldete Fahrzeuge - Thema im Gemeinderat auch: Allianz gegen ... Die Autos müssen runter von der Wiese

Nicht zugelassene Fahrzeuge stehen auf einer Wiese in Gärmersdorf: Ihr Besitzer muss sie nun wegschaffen - oder bei der Gemeinde eine Genehmigung für diese Nutzung beantragen. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Seit Monaten hat Gemeinderat Johann Graf (CSU) im Landratsamt "immer wieder mal nachgefragt", was nun mit den "17 bis 18 nicht zugelassenen und wohl reparaturbedürftigen Pkw" sei, die die nahe gelegenen Werkstatt in Gärmersdorf an der Kreuzung Dreifaltigkeits-/Nabburger Straße in einer Wiese abgestellt hat: Hier könnten schließlich Öl oder Benzin auslaufen.

Tatsächlich stehen in dieser Wiese mehrere abgemeldete Fahrzeuge - auf einer landwirtschaftlichen Fläche, sagte Graf im Gemeinderat. Zwar gehöre diese dem Werkstattbetreiber, baurechtlich aber sei das Abstellen der Fahrzeuge dort nicht zulässig. Pünktlich zur Gemeinderatssitzung war ein Schreiben des Landratsamts eingegangen, wonach der Inhaber von Wiese und Werkstätte die Fahrzeuge beseitigen muss - oder bei der Gemeinde eine Genehmigung zum Abstellen der Karossen beantragen. Ob er diese bekommen würde, ist freilich nicht sicher.

Der Artikel in der AZ "Leerstandswelle befürchtet" (weniger Modernisierung durch vermehrten Neubau) hat 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm zu einer Anfrage an die Verwaltung veranlasst. Demnach warnt der Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen vor weiterem künftigen Leerstand. Es gebe bereits einen Zusammenschluss unterfränkischer Gemeinden (Hofheimer Allianz) mit dem Ziel, die Verödung von Ortszentren zu vermeiden. Damit Renovieren billiger ist als ein Projekt in einem Neubaugebiet, schießen die Kommunen Geld zu und erbringen Sachleistungen, etwa die kostenfreie Entsorgung des Bauschutts, für jedes Kind Zuschüsse und Förderung, kostenlose Beratung durch Architekten und Energie-Sachverständige.

Das Projekt wird laut Singer-Grimm durch die Städtebauförderung unterstützt und hat einen sogenannten Leerstandsmanager. Für Kümmersbruck allein sei so etwas wohl "eine Nummer zu groß", doch für alle Hirschwald-Gemeinden könnte man sich das überlegen.

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