03.09.2014 - 00:00 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Handelskonzern wechselt Marke in Kümmersbruck - Keine Auskunft zur Zukunft der Mitarbeiter Aus Edeka wird im Januar Diska

Was wird aus Edeka in Kümmersbruck? Viele Kunden des Marktes an der Vilstalstraße treibt diese Frage um, seit bekannt ist, dass er in absehbarer Zeit schließt. AZ-Leserin Doris Wiesner ist eine von ihnen, hat aber auf eine entsprechende Anfrage an die Regionalleitung des Einzelhandels-Riesen nur spärlich Auskunft bekommen. Die Redaktion hat nachgehakt: Tatsächlich macht der Markt zum Jahresende zu - soll aber bereits im Januar neu eröffnen, dann allerdings als Nahversorger Diska.

Dieser Anblick wird bald der Vergangenheit angehören: Edeka schließt seinen Kümmersbrucker Markt an der Ortsdurchfahrt, eröffnet aber an gleicher Stelle im Januar einen Diska-Nahversorger. Bild: Hartl
von Heike Unger Kontakt Profil

Insgesamt hält sich die zuständige Edeka Nordbayern Sachsen/Thüringen sehr bedeckt mit Auskünften zu diesem bevorstehenden Wechsel. Wie viele Mitarbeiter arbeiten derzeit im Kümmersbrucker Markt - und wie geht es mit ihnen nach dessen Schließung weiter? Werden sie an selber Stelle übernommen oder bekommen sie Jobs in anderen Edeka-Märkten angeboten - etwa in dem neuen, der in Ensdorf entstehen soll?

Mitarbeiter im Unklaren

"Hierzu erteilen wir keine Auskünfte", lässt das Handelsunternehmen dazu schriftlich wissen. Offensichtlich gilt dies auch den Mitarbeitern gegenüber - die selbst bislang über ihre Zukunft im Unklaren gelassen wurden. Erst Mitte des Monats soll es dem Vernehmen nach eine Infoversammlung geben. Zum Wechsel von seiner Hauptmarke zur Nahversorger-Linie betont der Konzern: "Eine Entscheidung zur Schließung fällt nicht leicht und wird im Hause Edeka natürlich gründlich abgewogen." Außerdem, so fügt die Geschäftsleitung noch hinzu, werde sich die Situation in Kümmersbruck "aufgrund des begrenzten Einzugsgebietes des möglichen Kundenkreises in Verbindung mit dem Neubau unseres Mitbewerbers" sehr anspannen.

Dieser Hinweis bezieht sich auf den laufenden Neubau eines Rewe-Marktes in unmittelbarer Nähe, der Ende dieses, Anfang nächsten Jahres eröffnen soll (wir berichteten). Auf die direkte Frage der AZ, ob dies ein Grund für das Edeka-Ende sei, wiederholt das Unternehmen dann allerdings, dass es dazu keine Auskunft erteile.

Angebot wird kleiner

Der bestehende Markt, den es seit 1987 gibt, schließt "zum Jahresende", das zumindest bestätigt die Nordbayern-Repräsentanz. Die Eröffnung von Diska sei "nach einer kurzen Renovierungsphase ca. Mitte Januar geplant". Zu Umfang und Kosten des Umbaus gibt es keine Auskunft. Den Unterschied zwischen Haupt- und Nahversorger-Marke erklärt das Unternehmen in einer Verkleinerung des Angebots: "Edeka führt als klassischer Supermarkt ein Vollsortiment von über 10 000 Artikeln und betreibt die Metzgertheke in Eigenregie."

Dies sei aber aufwendig in der Bewirtschaftung. "Diska ist der Nahversorger der Edeka. Er führt ein etwas kleineres Sortiment von 5000 bis 6000 Artikeln". Dieses umfasse "alle Waren des täglichen Bedarfs".

Dabei arbeite man "generell mit Partner-Bäckereien und -Metzgereien zusammen. Das ist auch in Kümmersbruck das Ziel". Die Parkplatz-Zahl bleibe unverändert.

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