29.04.2013 - 00:00 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

HNO-Arzt: "Altern allein macht nicht schwerhörig" Hörgerät als Hilfe

von Erich HiltlProfil

Auf Einladung des Senioren-Netzwerkes Kümmersbruck hat sich HNO-Arzt Dr. Bernhard Schmidt bei einer Veranstaltung im Rathaus mit der Schwerhörigkeit auseinander gesetzt. Schwerhörigkeit sei nicht vom Alter abhängig, machte er deutlich: "Altern allein macht nicht schwerhörig." Schmidt erklärte das äußere Ohr bis zum Trommelfell, das Mittelohr als ein System in der Verbindung mit der Nase und das komplizierte Innenohr mit flüssigkeitsgefüllten Teilen, mit Windungen, die mechanische Reize in elektrische umwandeln und nach Tonhöhen von "hoch bis tief" aufgetrennt sind.

Der Arzt erklärte gewisse Risikofaktoren für Schwerhörigkeit: Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Blutdruckveränderungen, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Rauchen, Chemotherapie, Tuberkulosemedikation oder eine genetische Veranlagung. Schwerhörige würden in Gesprächen oft nachfragen und falsche Antworten auf Fragen geben. Eine Kommunikationsbehinderung führe zu sozialer Isolation und zu einem Demenzrisiko. Als einzig mögliche Behandlung nannte Schmidt das Hörgerät. Rund 15 Prozent der Menschen würden eines benötigen. Abschließend erklärte der Arzt, dass Tinnitus nicht unbedingt mit dem Ohr zu tun haben müsse, sondern auch durch psychische Probleme ausgelöst werden könne.

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