Jagdgenossenschaft Gärmersdorf trifft sich
Der Wolf war auch zu Besuch

Lokales
Kümmersbruck
18.04.2013
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Das aktuelle Verbissgutachten und der Abschussplan 2013 bis 2015 stand im Zentrum der Versammlung der Jagdgenossenschaft Gärmersdorf am Freitagabend in der Schlosswirtschaft in Kümmersbruck. Jagdvorsteher Johann Birner vermittelte viele Details des Verbissgutachtens.

2012 wurden in den Bögen 1 und 2 nicht weniger als 7650 Euro für den Wegebau eingesetzt. Die Kommune Kümmersbruck stellt auch ihren Pachtschilling 2013 für den Wegebau zur Verfügung. Die Genossenschaft ist finanziell gesund. Sie ehrte Johann Rubenbauer aus Moos für 36 Jahre beste Archiv- und Protokollarbeit. Laut Verbissgutachten soll im Bogen 2 der Abschuss angehoben werden. Bogen 2 hat 516 Hektar Fläche, davon 50 Prozent Waldanteil.

Bogen 1 mit 857 Hektar hat nur eine Waldfläche von 30 Prozent. In beiden Revieren hatte man keinen Wildschaden, die Wildsauen waren sehr zurückhaltend. Im Detail erläuterte Birner die Wegebaumaßnahmen in den Ortschaften Krumbach, Engelsdorf und Raigering, wobei er die Raigeringer für ihre Mühe besonders lobte.

Jagdpächter Heinz Haselbacher skizzierte das Leben in seinem Bogen 1, wo man wegen einiger Probleme durch das Wetter 2010 den Abschuss nicht erfüllt, dies aber mit dem neuen Plan bereinigt habe. Die B 85 bedeute viele tote Rehe. Zuletzt seien es zehn gewesen, eines davon allerdings von einem wildernden Hund gerissen. Vater und Sohn Haselbacher schossen auch acht Füchse, sieben Hasen und zwei Marder.
Jagdpächter Reinhold Kummert (Bogen 2) hatte sieben Rehe Verlust durch den Verkehr auf der AM 30. Man schoss noch zwei Dachse, zwei weitere blieben auf der Straße, zehn Füchse kamen vor die Flinte. Kummert beklagte die starke Population der Füchse. Im August 2012 sei ein oder zwei Wochen lang ein Wolf zu Gast gewesen. Wahrscheinlich sei er vom Bayerischen Wald her gekommen. Schwarzwild sei wenig da gewesen, wofür er dankbar sei. Der Abschuss wurde im Bogen 2 um ein Reh erhöht.
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