26.08.2014 - 00:00 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Martha Högl feiert den 90. - Wie das Leben spielt: Aus Sudetenland nach Oldenburg und dann nach ... Im hohen Norden der Liebe begegnet

von Klaus HöglProfil

Die "goldenen Zwanziger", in die Martha Högl 1924 in Warnsdorf (heute tschechisch Varnsdorf) im Sudetenland hineingeboren wurde, währten nur kurz. Ab 1929 folgten harte und entbehrungsreiche Zeiten.

Arbeit in Berliner Rüstungsbetrieben, der Landwirtschaft, beim Bund deutscher Mädel - das erlebten damals viele Menschen. Schicksalhafte Begegnungen ergaben sich daraus: So lernte Martha in Oldenburg den 1939 dort an der Fliegerschule stationierten Luftwaffen-Unteroffizier Johann Högl aus Lengenfeld kennen. Geheiratet wurde im Fronturlaub, am 12. Juli 1944 am Standesamt Köfering und in der Kümmersbrucker Pfarrkirche, wo Monate später auch Sohn Klaus getauft wurde. Mit ihm kam Martha in der Schulstraße in Lengenfeld bei den Schwiegereltern Josef und Maria Högl unter. Auf ihren Mann musste sie lange verzichten: Er wurde mit dem Flugzeug abgeschossen und war jahrelang in russischer Kriegsgefangenschaft in Tscheljabinsk/Ural. Erst nach seiner Rückkehr 1950 wurde das Leben erträglicher, die Familie zog nach Sulzbach-Rosenberg, wo Högl Betriebsschlosser in der Maxhütte war. In den 60er Jahren ging es wieder zurück nach Lengenfeld, um das Elternhaus umzubauen. Viele Reisen, Geselligkeit, der Stopselclub in Lengenfeld, drei Enkel und drei Urenkel sorgten für Abwechslung. 1988 starb Hans Högl mit 67 Jahren. Seine Witwe verbringt nach langer häuslicher Pflege nun ihren Lebensabend im Altenheim in Ensdorf. Dort gratulierten am Sonntag neben Gemeinde und Landkreis auch Vorsitzender Erich Pechtl für den Stopselclub, bei dem Martha Högl Ehrenmitglied ist.

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