26.06.2010 - 00:00 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Musiklehrer nehmen Kinder mit in die alte Zeit Ganz die Mozarts

von Autor HMPProfil

Besonderen Besuch gab es in der Grundschule Kümmersbruck: Wolferl und Nannerl Mozart persönlich erschienen zum Konzert in der Mehrzweckhalle. In Originalkostümen aus der Zeit Mozarts traten die beiden Musikerzieher des Max-Reger-Gymnasiums Amberg, Oberstudienrätin Maria Anna Feldmeier-Zeidler und Oberstudienrat Wolfgang Herrneder, auf Einladung von Konrektorin Eva Hampel vor den 390 Kindern und dem Kollegium in zwei Vorstellungen auf.

Die beiden Akteure erwiesen sich als Profis auf Geige und Klavier, die Schüler und Lehrer eine musikalische Sternstunde erleben ließen. Maria Anna Feldmeier-Zeidler führte kindgerecht durch das Programm, das die Schaffensepochen Mozarts aufzeigte. Schon die ersten Stücke, vier Tänze, die er im Alter zwischen sieben und zehn Jahren komponierte, ließen die Schüler aufhorchen.

Jahrelang auf Reisen

Man erfuhr, dass das Wunderkind Wolfgang und seine ältere Schwester Nannerl mit ihrem Vater Leopold jahrelang auf Reisen durch ganz Europa waren, um Konzerte zu geben, und dass das Reisen seinerzeit keineswegs besonders angenehm war, was Mozart in vielen Briefen beschrieb.
Im ersten Satz des Violinkonzerts in G-Dur aus dem Jahr 1775 brillierte Feldmeier-Zeidler auf der Geige, von Herrneder souverän und einfühlsam am Klavier begleitet. Auch Unterhaltungsmusik gab es zu Mozarts Zeiten, aber nicht aus dem CD-Player, sondern von angestellten Musikern gespielt, wie das Menuett aus dem Divertimento KV 334 zeigte.

Wer war Köchel?

Die Kinder lernten, dass ein Mann namens Ludwig von Köchel alle Werke Mozarts zusammengestellt und nummeriert hat, so dass man unter der Abkürzung KV (für Köchel-Verzeichnis) jede Komposition Mozarts chronologisch geordnet finden kann. Die kleine Nachtmusik aus dem Jahr 1787 animierte viele Zuhörer zum leisen Mitsummen. Beim Lied des Papageno aus der "Zauberflöte" durften alle kräftig mitsingen.

Erst ganz am Schluss gaben die beiden Musiker, verraten durch das plötzliche Klingeln von Wolferls Handy, den Kindern ihre wahre Identität als Musiklehrer aus der heutigen Zeit preis. Sie erhielten großen Applaus.

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