Theuerner Jugendliche besuchen die Stadtwache
Eine Zeitreise

Lokales
Kümmersbruck
26.08.2014
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Bis in das hohe Mittelalter oblag das Schützenwesen den Städten. Privilegierte Bürger waren im Kriegsfall auch mit der Verteidigung beauftragt. Auch Amberg hatte seine Stadtwache mit Hauptmann, dazu für jedes Viertel Leutnants zu Pferde und die entsprechende Anzahl von Schützen.

In diese Zeit führte eine Exkursion von Theuerner Jugendlichen unter Leitung von Christian Schrott: Ziel war das Domizil der Stadtwache Amberg im Wingershofer Tor. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung über das 17. Jahrhundert, ab dem 30-jährigen Krieg. Hauptmann Walter Hellmich, Landsknecht Klaus Schiml und Kanonier Christian Völkl führten die Jugendlichen durch das Tor, das 1579/80 errichtet wurde.

Gelebt haben möchte von der heutigen Jugend wohl niemand in dieser kriegerischen Epoche. Wie schwer es ist, eine 30 Kilo schwere Ausrüstung am Körper tragen zu müssen, konnten die Theuerner selbst ausprobieren in einem Museum voller (Kriegs-) Ausrüstungsgegenständen wie diverse Pistolen, Speere, Hirschfänger, Kanonen und Festungsgeschütze, alle mit klangvollen Namen versehen - wie die schwarze Barbara, dicker Hans oder des Hauptmanns Höllenhund. Es waren martialische Zeiten, in denen Kinder als Söldner verkauft wurden, um als Fahnenträger und Trommler ins Feld zu ziehen.

Schwere Knecht-Harnische mussten zum Schutz getragen werden, Geschossen wurde mit der Armbrust: Wie schwer es ist, damit zu treffen, durften die Theuerner, bewacht von Torhüter Waldemar Preißl, ausprobieren. Und Marketenderin Karin Preißl verpflegte und verköstigte die Gäste - die damit einen umfangreichen Einblick in Ambergs Vergangenheit bekamen.
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