Fiananz-Staatssekretär Albert Füracker in Köfering
Appell im Bierzelt: Zur Wahl gehen!

Alles weiß-blau im Köferinger Zelt: Um Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl (vorne, links) scharten sich viele lokale und regionale Mandatsträger.
Politik
Kümmersbruck
30.08.2017
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Finanzstaatssekretär Albert Füracker kann Bierzelt: Das bewies er beim SV Köfering. Bilder: Steinbacher (2)

Deutschland wählt, Bayern wählt, Köfering wählt: Finanz-Staatssekretär Albert Füracker hat bei der "politischen Kirwa" im Köferinger Festzelt das bayerische Mia-san-mir-Gefühl vermittelt. Und selbstbewusste CSU-Anhänger hinterlassen.

Köfering. "Genau, jawoll" riefen sie aus den hinteren Reihen des gut gefüllten Festzelts. Keine Frage: Albert Füracker, von Bürgermeister Roland Strehl, als "saustarker Redner" angekündigt, war in Bestform. Die Themen waren nicht neu. Aber Füracker schaffte es, dass ihm selbst die zuvor vier Tage lang stark geforderten Kirwaboum und -moidln aufmerksam zuhörten.

Füracker, geboren 1968 in Parsberg, ist kein Hau-drauf-Politiker, kein Polterer. Er blieb sachlich, abgesehen von ein paar Seitenhieben, argumentierte clever, aber immer mit einer deutlichen Botschaft: "Klar für unser Land."

Bayern obenauf

Unser Land - das ist für Albert Füracker natürlich der Freistaat und seine Bürger mit "Fleiß , Ausdauer und Mut". Fürackers Botschaft: Während andere Bundesländer in diversen Problemen schmachten, sei Bayern, das CSU-Land, obenauf. Exakt 61 Minuten lang sprach er - nach dem musikalischen Gruß der Blaskapelle Ursensollen und Worten von Bürgermeister Roland Strehl, Organisationschef Hans Weigl, Bundestagskandidat Patrick Fröhlich sowie vieler regionaler CSU-Mandatsträger.

Füracker impfte seinen Parteifreunden Selbstbewusstsein ein. Für die Tage nach der Bundestagswahl am 24. September schwebt ihm eines vor: Die CSU werde dafür sorgen, dass Bayern nach wie vor ein Boom-Land bleibt - und das sicherste in Deutschland. "Wenn alles so gut bleiben soll, wie es ist, muss sich viel ändern in der Politik vor Ort bis zum Bundestag", sagte er und ermutigte zur Stimmabgabe: "Zur Wahl gehen, damit Bayern und Deutschland stark bleiben kann."

Der Freistaat sei das sicherste Bundesland ("Bayern lässt sich von Chaoten nicht vorschreiben, wo sich Staatsmänner zu treffen haben.") Hier signalisierte der Staatssekretär Härte: "Wenn ein Chaot nach Bayern kommt und merkt, wie man hier verfährt, dann kommt der nicht mehr."

Applaus für die Maut

Steuern und Eigentum, Familienpolitik, klarer Kurs bei der Zuwanderung, die "prosperierende wirtschaftliche Qualität", innovative Automobilindustrie, Obergrenze, Abschaffung der Solidaritätssteuer, Durchsetzung der Pkw-Maut (dazu starker Beifall), gut ausgestattete Kommunen: Fürackers politischer Rundumschlag sorgte dafür, dass "die große CSU-Familie" dem Wahlsonntag zufrieden entgegensehen kann. Die Landwirtschaft liege ihm besonders am Herzen ("Bei mir im Dorf leben 159 Menschen - wenn ich da bin, sind's 151."). Kein Wunder: Füracker ist selbst Landwirt - und weiß daher, wovon er spricht.

In Sachen Bildung betonte er, in Bayern müsse man nicht unbedingt studiert oder Abitur gemacht haben: "Die Angebote sind so gut wie nie, auch im ländlichen Bereich." Er selbst sei das beste Beispiel. Immer Stellvertreter, ob in seiner Heimatgemeinde, als Landrat, jetzt auch als Stellvertreter von Markus Söder im Ministerium: "Die Hundehütte ist für den Hund, der Stellvertreter ist für die Katz - aber auch der Papst ist Stellvertreter."

Zitate"Als geborener Oberpfälzer, als Landwirt ist das für sie heute eine gmahte Wies'n."

Hans Weigl (SV Köfering)

"In Deutschland leben rund 80 Millionen Menschen. 60 Millionen beneiden uns. Das sind die, die nicht in Bayern leben."

"Der Schatz unserer Landes ist, dass wir Menschen haben, die bereit sind, mitzumachen und anpacken, sich für die Heimat einsetzen."

"In den letzten 25 Jahren haben wir zwei Millionen Menschen in Bayern neu begrüßen können - nicht nur aus fremden Staaten, sondern auch aus anderen Bundesländern. Man nennt sie hier Preißn."

Albert Füracker zur Bedeutung Bayerns

"Es ist wie mit der Sektsteuer: Die wurde einst eingeführt zur Finanzierung der deutschen Seekriegsflotte. Die gibt es nicht mehr. Aber die Sektsteuer immer noch."

...zur geforderten Abschaffung des Solidaritätszuschlags

"Wer sagt, dass unsere Kommunen benachteiligt werden, der ist bösartig, der lügt, der hat keine Ahnung, was in Bayern gemacht wird."

..zu den Kommunen

"Wir halten zu den Bauern. Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche nicht mehr begreifen, dass Landwirtschaft harte Arbeit ist. Sie prägt seit Jahrhunderten unser Land."

...zur Landwirtschaft. (e)
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