09.03.2017 - 17:22 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Gemeinderatssitzung in Kümmersbruck Lösung lautet Rücksicht

Am Anfang der Gemeinderatssitzung in Kümmersbruck standen Glückwünsche. Die Gratulation galt Veronika Frenzel zu ihrem 60. Geburtstag, dabei hob Bürgermeister Roland Strehl hervor, dass sie mittlerweile 21 Jahre dem Gremium angehört. Dann folgte das erste "Problem".

Der kombinierte Geh- und Radweg in Haselmühl vor der Eisdiele, wenn Ruhe ist. Im Sommer sieht das anders aus. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Der öffentliche Teil begann mit der Bürgerfragestunde. Diese Möglichkeit nutzte eine Kümmersbruckerin, die namentlich nicht genannt werden wollte, um sich heftig zu echauffieren - gegen die offenbar um sich greifende Unsitte, Hundekot entweder gar nicht oder gleich mit den bereitgestellten Plastik-Beuteln wegzuwerfen, statt in der Dog Station zu entsorgen. Oft fände sie Kotbeutel in ihrem Garten. Besonders viele davon lägen ihrer Meinung nach auf dem Feldweg hinter dem TSV-Sportgelände bis hinter zur Kaserne.

Das war nicht die einzige Klage, die die Frau vorbrachte. Ein Ärgernis ist ihrer Meinung nach der Platz vor der Eisdiele in Haselmühl. An sich ein kombinierter Rad- und Gehweg, der jedoch vielfach nicht benutzt werden kann, sagte sie, weil zwischen Fußgängerampel und Bushaltestelle Kinder rumlaufen. Viele Menschen würden den Weg blockieren, vor den beiden Sitzbänken herrsche ein ziemliches Durcheinander. Bei Hochbetrieb entstehe eine enge und potenzielle Gefahrenstelle. "Da muss Abhilfe geschaffen werden", forderte die Bürgerin. Die Gemeinde möge dafür sorgen, dass der Radweg freigehalten wird.

Einfach absteigen

Das Problem sei bekannt, jedenfalls blieb Bürgermeister Roland Strehl für den Moment nichts anderes übrig, als an gegenseitige Rücksicht zwischen Radfahrern und Passanten zu appellieren. "Ich steige halt ab", sagte er. Das sah die Frau ein. Gleichermaßen sollten aber auch die Passanten vor der Eisdiele gegenüber den Radfahrern Vorsicht walten lassen.

Ein "Uraltthema" brachte Werner Fröhlich aufs Tapet. Er fragte nach dem Stand der Westumgehung. "Man hört nichts mehr, es regt sich nichts, was ist jetzt los?", fragte er. Er habe mittlerweile, "weil die Verkehrsverhältnisse in Haselmühl so katastrophal sind" einen Film gedreht. Quasi nichts Neues hatte der Bürgermeister zu vermelden. "Das Verfahren liegt nach wie vor beim Verwaltungsgericht."

In diesem Zusammenhang monierte Fröhlich auch den schlechten Straßenzustand auf der Köferinger Straße (AS 27) und wies darauf hin, dass dort "viel zu schnell gefahren wird". "Da gehören Geschwindigkeitskontrollen gemacht", forderte er die Gemeinde auf. Die wollte sich dem nicht verschließen.

Beschlossen hat der Gemeinderat die Wirksamkeit der Neuaufstellung des Flächennutzungs- mit Landschaftsplans in seiner Fassung vom 7. März dieses Jahres. Bereits im Juli 2010 hatte der Gemeinderat beschlossen, die Pläne zu ändern. Vorausgegangen ist die Einarbeitung der eingegangenen Stellungnahmen, die Auslegung des Flächennutzungsplanes zwischen Juli 2013 und August 2013. Die Verwaltung wurde vom Gremium beauftragt, das weitere Verfahren nach dem Baugesetz zu machen. Fraktionssprecher Manfred Moser (SPD) regte an, dass die Verwaltung auch zügig in Grundstücksverhandlungen mit einsteigt. "Es wäre nämlich gut, wenn die Gemeinde Baugebiete anbieten könnte." Der Vollzug der Wassergesetze stand noch auf dem Sitzungsplan, genau gesagt, die Einleitung von Niederschlagswasser aus dem Bereich Amberg Bergsteig-Mitte in den Krumbach. Der geplanten Maßnahme kann die Gemeinde nur unter der Voraussetzung zustimmen, dass sich mit der Einleitung keine Verschlechterung der Krumbachanlieger hinsichtlich des Hochwassers ergibt. Beschlossen hat der Gemeinderat bereits am 3. Juni 2014, den Bebauungsplan Waldhausstraße I mit integrierter Grünordnung aufzustellen und den Flächennutzungs- und Landschaftsplan im Parallelverfahren entsprechend zu ändern. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie Behörden ist erfolgt, Bürger haben sich nicht geäußert, von den Beteiligten waren es 16. Der Gemeinderat hat die Stellungnahmen behandelt und die Verwaltung beauftragt, nunmehr das weitere Verfahren nach dem Baugesetz voranzubringen.

Anfragen

Die öffentliche Toilette in Haselmühl machte SPD-Sprecher Manfred Moser zum Thema. Ihn interessierte, wie oft das Örtchen aufgesucht wird. Darüber allerdings gibt es, so sagte der Bürgermeister, keine Zahlen, Messungen oder Aufzeichnungen. Sollte das gefordert werden, müsste ein Münzautomat installiert werden.

Herbert Breitkopf fragte nach, ob die Theuerner Frauen aufgrund des Brückenbaus mit dem Dekorieren des Osterbrunnens beginnen könnten oder ob der Brunnen wegen der umfangreichen Arbeiten weichen muss. Das ist voraussichtlich nicht der Fall, der Osterbrunnen in Theuern kann also auch heuer in voller Pracht bewundert werden. (e)

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