13.05.2018 - 14:12 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kümmersbrucker Gemeinderat bestimmt neues Logo Mit dem roten Hirsch wird's offiziell

Briefpapier, Rechnungen, Einladungen: Bisher war das Corporate Design, also das offizielle Erscheinungsbild der Gemeinde, völlig unterschiedlich. Ein neues, einheitliches Logo muss her. Es soll dem Betrachter sofort ins Auge springen.

Der springende rote Hirsch wird das offizielle Logo der Gemeinde Kümmersbruck.
von Klaus HöglProfil

Dass alle Schreiben der Gemeinde Kümmersbruck vom selben Absender kommen, war für den Empfänger bislang nicht gleich erkennbar: So sieht es Wilhelm Koch von der Amberger Designagentur Wilhelm. Im Gemeinderat zeigte er in Wort und Bild, wie das neue Kümmersbrucker Logo aussehen könnte.

Das Ziel ist klar definiert: Die Gemeinde soll extern als moderner und leistungsstarker Dienstleister wahrgenommen werden, der mit seinen Bürgern angemessen, zeitgemäß und sympathisch kommuniziert. Das Gemeindewappen mit dem springenden roten Hirsch und darunter der roten, heraldischen Rose bleibt davon natürlich unberührt. Aber es diente als Anleihe für das neue Logo.

Letztlich entschied sich der Gemeinderat (mit drei Gegenstimmen) dafür, auf offiziellen Schreiben künftig den roten, weil "dynamischen" Hirschen alleine springen zu lassen. Die Rose dazu hätte dem Logo die Wirkung genommen, war die Meinung des Gremiums.

Schließlich ging es nicht um das Gemeindewappen, sondern um eine Weiterentwicklung des Erscheinungsbildes und um ein neues Markenzeichen. Dieses soll auch von der Schule, von "Wasser und Energie Kümmersbruck", eben von allen Einrichtungen der Gemeinde, benutzt werden. Nötig sei das wohl - und auch die Internetseite der Gemeinde müsste gründlich aufgehübscht werden, das fand in diesem Zusammenhang Josef Vogl (CSU): "Der Gesamtaufritt auf der gemeindlichen Homepage ist wie 5000 Jahre vor Christus" beanstandete er überspitzt. Widersprochen hat dem niemand.

"Die Gemeindeverwaltung mit ihren vielfältigen Organisationsstrukturen soll nach innen wie auch nach außen einheitlich und stringent" positiv kommunizieren können, findet Wilhelm Koch. Hierfür sei ein Erscheinungsbild nötig, das den unterschiedlichen Anforderungen der Gemeinde gerecht wird, ist sein Credo. Im Grunde gingen da die Meinungen nicht auseinander: Lediglich die Frage "mit oder ohne heraldische Rose?" stand noch zur Debatte.

"Der Hirsch ist ja nur die Hälfte vom Wappen" gab Richard Gaßner (SPD) zu bedenken. Die für Gärmersdorf stehende heraldische Rose bleibe außen vor. "Rose und Hirsch gehören zusammen" fand auch Hans Graf (CSU). Die Dynamik des Hirschs verglich Markus Graf (CSU) mit dem "springenden Pferd von Porsche". "Die Rose gehört eigentlich dazu", sagte auch Manfred Moser (SPD). Sie würde aber "den Hirsch bremsen", entgegnete Renate Amrhein (CSU), Funktion des gemeindlichen Wappens und des Logos seien völlig verschieden, betonte Thomas Pronath (CSU). Nach der Abstimmung stand dann fest: Nur der springende Hirsch ist künftig als Logo auf den offiziellen Schreiben der Gemeinde zu sehen.

Der Hirsch ist ja nur die Hälfte vom Wappen.Richard Gaßner

Der Gesamtaufritt auf der gemeindlichen Homepage ist wie 5000 Jahre vor Christus.Josef Vogl

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