12.04.2018 - 14:02 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Radweg und Schule Themen im Gemeindrat Sicher zu Fuß nach Gärmersdorf

In unregelmäßigen Abständen kommt das Thema immer wieder auf die Tagesordnung. Diesmal ist es eine Anfrage der CSU: Was wird aus dem immer wieder geforderten Radweg von Kümmersbruck nach Gärmersdorf?

Es muss nicht unbedingt eine große Lösung sein: Ein ganz normaler geteerter Geh- und Radweg von rund 1,50 Meter Breite rechts neben der Fahrbahn würde ganz wesentliche zur Verkehrssicherheit beitragen. Am Mittwoch, 2. Mai, finden deshalb nochmals mit den Behörden und Grundstücksbesitzern Gespräche statt. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Bei der AS 27 handelt es sich zwar um eine Kreisstraße, doch bislang habe es immer wieder Vorstöße gegeben, so Bürgermeister Roland Strehl. Größter Hemmschuh sei die Verhandlung mit elf beteiligten Grundstückseigentümern. "Jetzt wird ein neuer Versuch gestartet." Am Mittwoch, 2. Mai, treffen sich der Landkreis, die Gemeinde Kümmersbruck und die Stadt Amberg in Kümmersbruck mit den Grundstückseigentümern, um weitere Verhandlungen zu führen. Diskutiert würden eine große und eine kleine Lösung. Die große war ursprünglich als Spange über die Eisenbahn angedacht und hätte in dem kompletten Ausbau der Straße bis hin zu den Franzosenäckern gegipfelt. CSU-Sprecher Markus Graf wäre aber schon mit einer kleinen Lösung zufrieden. "Es muss doch möglich sein, einen rund 1,50 Meter breiten Fuß- und Radweg rechts der Straße zu bauen, damit Fußgänger, Kinder und Radfahrer von der Straße weg sind." Er forderte die Gemeinde auf, nochmals mit den Grundstückseigentümern der angrenzenden Äcker zu reden. Man müsse ihnen die Notwendigkeit klarmachen, meinte Richard Gaßner (SPD), der eine große Lösung noch nicht gänzlich ausschließen will. "Eine solche Lösung wird ja auch der Stadt Amberg gerecht, man müsse klar herausstellen, dass ein öffentliches Interesse besteht. Und wenn es nicht anders geht, dann müsse man sich eben ein Baurecht besorgen, das auch unpopuläre Maßnahmen mit einschließt." So weit möchte es Antragsteller Markus Graf gar nicht kommen lassen. "Ein Weg neben der Straße zur Sicherheit für Fußgänger, mehr braucht es doch gar nicht sein, damit wäre doch allen gedient."

Dass die Mittelschule in Kümmersbruck einen Erlebnispausenhof braucht - das ist unbestritten, fanden alle Gemeinderäte. Zur Information und Planvorstellung über einen neuen hatte Bürgermeister Roland Strehl vom Landschaftsarchitekturbüro Neidl und Neidl (Sulzbach-Rosenberg) Anke Martin und David Neidl eingeladen. Die erörterten ausgiebig ihre Vorstellung von einem modernen, pädagogisch geprägten Erlebnispausenhof. Unter dem Strich soll auf 5470 Quadratmetern ein völlig neuer Pausenhof entstehen. Ursprünglich wurden die Gesamtkosten von den Referenten auf 605 000 Euro brutto beziffert. Es gab aber erheblichen Widerstand: Laut SPD-Sprecher Manfred Moser beruht diese Kostenschätzung auf Gegebenheiten im Mai 2017. "Das wird also noch teurer." Das räumten dann auch die Planer ein. "Der Preis wird nicht zu halten sein." Von rund 700 000 Euro war aktuell die Rede, wobei eine Fördersumme von rund 155 000 Euro zu erwarten sei. Abspecken, reduzieren, verringern, nur den Kernbereich bzw. Hauptbereich erhalten, war schließlich die Devise. "Posten streichen", forderte Thomas Pronath (CSU). "Der Pausenhof ist nötig, aber die Summe eindeutig zu hoch", sagte Markus Graf (CSU). Hans Hartinger (SPD) war der Meinung: "Da ist viel Wünschenswertes dabei, nicht alles ist erforderlich, und man muss nicht alles haben." Auch Veronika Frenzel (SPD) schätzte das vorgestellte Konzept so ein: "Das ist viel zu viel Angebot für ein paar Minuten Pause." Bürgermeister Roland Strehl bekundete allerdings, dass Grundschule und Mittags- bzw. Nachmittagsbetreuung den Spielplatz benutzen könnten. Letztlich setzte sich die Besonnenheit durch: Der Gemeinderat kam überein, das Landschaftsarchitekturbüro Neidl und Neid mit einer neuen Planung zu beauftragen. Für eine abgespeckte Variante seien rund 400 000 Euro veranschlagt.

Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer hob hervor, dass die Schule zweizügig in Kümmersbruck bleiben müsse und dazu auch ein gut ausgestatteter Pausenhof gehöre. Roggenhofer gab einen aktuellen Sachstandsbericht zu Entwicklungen im Schulverband der Mittelschule. Im laufenden Schuljahr hätte es insbesondere Schwierigkeiten bei der Klassenbildung in der 5. Jahrgangsstufe gegeben. Es hätten Besprechungen beim Schulamt stattgefunden sowie eine Sitzung des Schulverbandsausschusses. Knackpunkt aus Kümmersbrucker Sicht ist, dass bei drei Schulstandorten im laufenden Schuljahr keine vier Klassen installiert werden konnten, sondern lediglich drei, und diese sind verteilt auf drei Schulstandorte. (Hintergrund)

Baumfällaktion

Gemeinderätin Veronika Frenzel hakte zur Baumfällaktion neben dem Radweg zwischen Lengenfeld und Theuern nach. Reihenweise seien dort Bäume gefällt worden. Willkür sagen die einen, Pflegemaßnahme sagt das anordnende Landratsamt. Was hat die Gemeinde dagegen getan? Das wollte Veronika Frenzel wissen, denn, so sagte sie, es erschließe sich weder ihr noch vielen anderen Bürgern der Sinn und Zweck der Aktion. Die Kümmersbrucker Gemeinde soll beim Landratsamt den Grund der Maßnahme erfragen, um den Bürgern Erklärungen liefern zu können. (e)

Ein Weg neben der Straße zur Sicherheit für Fußgänger, mehr braucht es doch gar nicht sein, damit wäre doch allen gedient.Markus Graf (CSU)
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.