12.12.2017 - 20:10 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Veterinäramt könnte nach Theuern umziehen Behörde ins Kulturschloss

Amberg-Sulzbach. Auch das Hammerherrenschloss in Theuern stand nach ausführlicher Vorberatung im Kreisausschuss bei der Kreistagssitzung am Montag erneut auf der Tagesordnung. Um keine Förderungen bei der Sanierung zu verpassen, müssen von der Bauverwaltung des Landkreises viele Vorschriften beachtet werden. Der Kreistag sprach sich deshalb jetzt im Bauabschnitt 3 mit 57:2 Stimmen für eine gemischte Nutzung aus.

Das Bergbau- und Industriemuseum ist im Kulturschloss Theuern beheimatet. Nach dem dritten Bauabschnitt soll der erste Stock museal genutzt werden, im zweiten und im Dachgeschoss wird Platz für eine Behörde. Bild: Hartl
von Andreas Royer Kontakt Profil

Gemäß den Angaben von Thomas Raithel vom Gebäudemanagement des Landkreises soll das erste Obergeschoss als Museum mit Flächen für kulturelle Sonderausstellungen genutzt werden. Für das zweite Obergeschoss und das Dachgeschoss ist eine behördliche Nutzung vorgesehen. Die Baukosten des Bauabschnitts 3 erhöhen sich durch den Dachausbau um rund 550 000 bezogen auf eine Grobschätzung für Variante 1 (Behörde im 1. und 2. OG).

"Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich damit auf circa 10 550 000 Euro. Durch den Kulturfonds sind dann Fördermittel in Höhe von bis zu 1 200 000 Euro für die Flächen des Museums und des Kulturzentrums im Bauabschnitt 2 und 3 möglich", ergänzt Thomas Raithel. Nach Angaben von Landrat Richard Reisinger könnte als Behörde das  Veterinäramt ins Schloss Theuern einziehen. Man folge bei der künftigen Nutzung auch einer Empfehlung des Generalkonservators und entlaste dadurch die Hockermühlstraße.

Neue Müllgebühren ab 1. Januar 2018

In seiner Sitzung am Montag im Gasthof Goldener Hirsch in Hirschbach segnete der Kreistag eine neue Abfallgebührensatzung ab.

Die Erhöhung der Abfallgebühren sei unvermeidlich, machte Robert Graf, Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft, deutlich. Bereits Anfang Oktober legte er im Umwelt- und Energieausschuss eine Gebührenkalkulation für die nächsten fünf Jahre vor. Demnach werde auf der Ausgabenseite von rund 29 069 600 Euro ausgegangen, bei den Einnahmen von 6 182 500 Euro ausgegangen. Somit seien circa 22 887 100 Euro auszugleichen. Daraus ergebe sich eine Abfallgebühr von 1,65 Euro pro Liter Restmüll. Von 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2021 seien demnach folgende Jahresgebühren zu bezahlen:

50-Liter-Tonne: 82,44 Euro

60-Liter-Tonne: 99,00 Euro

80-Liter-Tonne: 132,00 Euro

120-Liter-Tonne: 198,00 Euro

240-Liter-Tonne: 396,00 Euro

770-Liter-Behälter: 1270,44 Euro

1100-Liter-Behälter: 1815,00 Euro

Restmüllsack: 5,50 Euro pro Stück.

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