13.11.2017 - 20:00 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Weiter Pochen auf die Westumgehung – Weiteres Thema Dorfgemeinschaftshaus in Moos SPD sieht Handlungsbedarf bei Bürgermeister

Die vorangegangene Gemeinderatssitzung wurde in der Vorstandssitzung im Sportheim des TSV Theuern diskutiert. Eingeladen hatte dazu SPD-Ortsvereinsvorsitzender Markus Bayer. Fraktionssprecher Manfred Moser erläuterte, so heißt es in einer Pressemitteilung dazu, dass in Bezug auf das Dorfgemeinschaftshaus in Moos ein Beschluss gefasst worden sei. Hier sollte ursprünglich ein Vereinsheim entstehen. Für eine Förderung hierzu setzte sich die SPD ein.

von Externer BeitragProfil

Die damaligen Gesamtkosten sollten sich auf 278 000 Euro belaufen. Hiervon sollte die Dorfgemeinschaft 135 000 Euro in Eigenleistung erbringen und der Rest seitens der Gemeinde finanziert werden. Nach diesen Planungen wäre der Betreiber des Hauses die Gemeinde gewesen, nicht wie jetzt die Dorfgemeinschaft. Nach jetzigen Planungen fallen Gesamtkosten nur für das Gebäude in Höhe von 293 000 Euro an und eine Eigenleistung der Dorfgemeinschaft in Höhe von 83 000 Euro. Die fehlenden Einrichtungen sollten gegebenenfalls über die Dorfgemeinschaft in Eigenleistung erworben werden.

Nur Wahlversprechen

Vorstandsmitglied Peter Karzmarczyk stellte klar, dass andere Vereine auch für den Bau ihrer Vereinshäuser viel Eigenleistung erbracht hätten. "Ein Verein muss das selbst stemmen und in die Hand nehmen, mit einem Zuschuss der Gemeinde", so Karzmarczyk, und: "Das war nur ein Wahlversprechen."

Vorsitzender Bayer stellte klar, dass die SPD nicht gegen das Dorfgemeinschaftshaus sei, es die SPD jedoch bevorzugt hätte, wenn die Gemeinde das Haus gebaut und dann an die Vereine entsprechend vermietet hätte.

Auch die Sanierung der Ortsdurchfahrt Haselmühl wurde diskutiert, da die Straße komplett sanierungsbedürftig ist. Hier müsse aber zunächst das neue Verkehrskonzept der CSU abgewartet werden. Die SPD stellte ja erst den Antrag auf Bau der Westumgehung.

Nunmehr sei es am Bürgermeister, über das Straßenbaurecht zu verhandeln und darüber, dass die Straße vom Freistaat Bayern schnellstmöglich gebaut wird, hieß es. Betont wurde, dass in anderen Regionen bereits mit einer durchschnittlich täglichen Fahrzeugbelastung von 3900 eine Umgehung gefördert wird, und diese Belastung in der Ortsdurchfahrt Kümmersbruck sogar bei 17 400 Fahrzeugen liege.

Rambach aufgebracht

Vorstandsmitglied Monika Rambach war aufgebracht, weil seitens der CSU überhaupt nicht erläutert wurde, warum diese abgelehnt habe, dass der Freistaat Bayern in Eigenregie baut. Auch Fraktionsvorsitzender Moser erläuterte, dass die 3300 Bürger nur gegen den Bau stimmten, weil sich die Gemeinde finanziell beteiligen soll. 2900 Wähler hätten sich klar für den Bau der Umgehung ausgesprochen. Vorstandsmitglied Karzmarczyk gab noch zu bedenken, dass Lkw nicht durch einen Kreisverkehr fahren könnten und dadurch noch schlimmere Verkehrsstauungen zu erwarten seien.

Überweg angeregt

Weiter wurde die Sanierung der Kreisstraße AS 27 Köferinger Straße, Hammergutstraße, Grammer besprochen. Hier wurde eine Verkehrsberuhigung in Höhe des Kindergartens auf 30 Stundenkilometer empfohlen. Weiter wurde angeregt, hier einen Fußgängerüberweg zu errichten. Moser zeigte jedoch auf, dass ein solcher Antrag bereits früher gestellt und abgelehnt worden war.

Erfreut zeigte sich die SPD über die vielen angefragten Plätze im Waldkindergarten. Aufgrund der langen Warteliste werde es daher ab September 2018 eine zusätzliche Gruppe mit elf Kindern geben.

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