03.07.2017 - 15:04 Uhr
KümmersbruckSport

40 Jahre Judo- & Karate-Club Kümmersbruck Aus Kampf wird Kunst

In 40 Jahren Vereinsgeschichte hat der Judo- & Karate-Club Kümmersbruck sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene durch die Veranstaltung von Festen und Lehrgängen einen hohen Grad an Bekanntschaft erlangt. Das musste gefeiert werden.

Josef Summerer (5. Dan, Mitte) nahm voller Stolz seine Auszeichnungen entgegen. Bilder: exb (2)
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Viele Gäste begrüßte Vorsitzender Lorenz Hirsch zum Jubelfest im eigenen Dojo. Bürgermeister Roland Strehl, der selbst als Judoka aktiv war, erwartete eine große Überraschung als ihn Lorenz Hirsch zu einem kleinen Randori bat. Hierbei staunten die Besucher nicht schlecht, als Strehl den erfahrenden Judoka auf die Matte beförderte. Im Anschluss sprachen Christian Braun, Bezirkssportreferent für Karate in der Oberpfalz, und Stilrichtungsreferentin des Wado-Ryu-Karates in Deutschland, Luise Weber, lobende Worte über den Verein.

Wolfgang Weigert, der Präsident des deutschen Karate-Verbandes, verlieh dem JKC die Ehrenplakette in Gold für besondere Verdienste in der Kampfkunst Karate. Der Spartenleiter der Karateabteilung, Josef Summerer (5. Dan), wurde aufgrund seiner bemerkenswerten Leistungen für das Karate in Bayern mit der Ehrennadel in Silber mit Gold geehrt. Den Beginn der Vorführungen leitete ein junges Trio aus der Judosparte ein. Es zeigte grundlegende Wurf- und Falltechniken des Judos. Danach wurde den Zuschauern eindrucksvoll bewiesen welche Kraft, Konzentration und Körperbeherrschung hinter den einzelnen Techniken steckt, als Kathi und Benedikt einen Kampf in Zeitlupe machten. Nachfolgend wurde aufgezeigt, dass Kampfkunst nicht immer nur schön anzusehen ist, sondern auch effektiv anwendbar sein kann. Zu diesen Zweck wurden verschiedene alltägliche Angriffszenarien dargestellt, und wie man sich am Besten zur Wehr setzen kann.

Die Karatesparte leitete ihren Teil der Vorstellung mit dem Vorzeigen von Grundtechniken unter der Leitung von Tina Schmid (2. Dan) ein. Hierbei wurden die Schläge und Tritte synchron in einer großen Gruppe vorgeführt. Abgerundet wurde das Ganze durch Partnerübungen und Katas (Schattenkämpfe). Die teilweise komplexen Bewegungsabläufe und die Übungen am Partner demonstrierten, wie viel ein Karateschüler trotz niedriger Gradierung schon an Fähigkeiten angesammelt hat. Die wettkampforientierte Seite des Karates wurde durch die zuständigen Trainer Gerd Kittel und Serdar Göksu (beide 2. Dan) vorgestellt. Nachdem Schoner und Mundschutz angelegt waren, konnten sich die Zuschauer an den schnellen Tritten und Schlägen der Wettkämpfer erfreuen. Zuletzt beeindruckte Josef Summerer mit Abwehrtechniken gegen zwei Angreifer, die beide mit einen Messer bewaffnet waren.

Auf diesem hohen Level des Karate wird der Kampf mit Messer und Schwert gelehrt, und wie man sich solchen Angriffen entgegenstellen kann. Nachdem die Sparte mit ihren Vorführungen fertig waren, bot sich sowohl den Zuschauern als auch den Vereinsmitgliedern etwas völlig Neues im heimischen Dojo: Peter Seeger zeigte mit Hilfe einer Partnerin die Grundtechniken des Wing Tsung, einer chinesischen Kampfkunst, die sich von den beiden japanischen Kampfkünsten Judo und Karate sehr unterscheidet. Nichtsdestotrotz wurde auch hier wieder die Effektivität dieser Kampfkunst am Partner unter Beweis gestellt. Den Abschluss machte die Yoga- Gruppe unter Leitung von Roman Süsser mit Entspannungstechniken.

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