12.03.2017 - 17:58 Uhr
KümmersbruckSport

Sportlerehrung 2017 im Kultur-Schloss Theuern Viele Sieger, ein Verlierer

Die besten Sportler des Landkreises kommen der Reihe nach auf die Bühne des Kultur-Schlosses Theuern, um ihre Medaillen in Empfang zu nehmen. Dort erwartet sie ein gut gelauntes Moderatoren-Duo mit humorigen Kommentaren.

von Karin HegenProfil

"Ich fass es nicht! Ich bin der einzige Looser in dieser Bude", gab Landrat Richard Reisinger im Hinblick auf den großen Erfolg der Athleten aus "Fit for you" zu. Auf Nachfrage wurde ihm bezeugt, dass einmal pro Woche trainieren halt einfach nicht langen würde. "Erkennen sie mich eigentlich im Studio? Ich bin der mit Adipositas am Stepper..." Sein selbstironischer Vergleich von sich und Co-Moderator Thomas Gebele mit den "Wildecker Herzbuben" schien schon einmal dagewesen zu ein, aber das traf an dem Festakt ebenso auf viele Ausgezeichnete zu.

Die Reihe war lang, denn insgesamt 276 Sportler aus 60 Vereinen sollten mit Medaillen geschmückt werden: 34 Gold-, 156 Silber- und 86 Bronze. Da machte es nichts, dass viele mit Abwesenheit glänzten, denn Applaus bekamen sie bei ihrer Erwähnung trotzdem.

Die junge Emily Brittinger von Eintracht Elbart - bayerische Vize-Meisterin im Radwandern - wollte gerne die eingeräumte "Werbeminute" am Mikrofon nutzen und schickte ihrer Mama einen Gruß. Diese - und fast alle Geehrten aus ihrem Verein - waren gemeinsam im Bus angereist, den ihr zweiter Bürgermeister gesteuert hatte.

Nach der Runde der Bronzemedaillen zeigte die Luftartistik des SV Freudenberg unter der Leitung von Melissa Wolf elegant und kraftvoll, wie man sich vertikal an zwei Tüchern auf und ab schlingen kann. "Das war jetzt ein Hauch von Zirkus Monte Carlo. Außerdem ist die Statik des Saales wieder einmal geprüft worden," merkte der Landrat dazu an.

Richtig gemein fand er den Vorschlag des Bürgermeisters, die Tragkraft (130 kg) der sportlichen Konstruktion durch ihn oder Thomas Gebele testen zu lassen. Dass die beiden Moderatoren jedes Jahr mit ihrem Humor durch den langen Abend führen, ist inzwischen Programm. Als besonderen Spaßvogel zeigte sich Reisinger bei der Ehrung von Ute Stegmann, als er ihr zur Medaille noch einen Schlachtschüsselführer überreichte. "Aber ich bin doch Vegetarierin..." schüttelte die Tennisspielerin den Kopf, worauf er frech grinste: "Weiß ich doch."

Auch die Sportler zeigten ihre Unterhaltungskünste: Alina Maier - bayerische Meisterin im Jugend-Cross-Kart - beantwortete die Frage auf das Beste ihrer Passion: "Gasgeben macht am meisten Spaß".

Oder Karl-Heinz Rauscher auf die Frage nach dem Schießen mit dem Instinktivbogen: "Man ruft mir zu und dann ziele ich nach Gehör." Nach einer kurzen Pause "...stimmt natürlich ned. Wir visieren Kunststofftiere im Maßstab eins zu eins an. Also unser Überleben ist dadurch gesichert..." Nachdem alle Silbermedaillen verteilt waren, unterhielten die Judokas der JKC Kümmersbruck unter der Leitung von Simone Hirsch mit einer Kombination aus Technik, Beweglichkeit und Eleganz. Passend zur Musik schickten sich die Akteure synchron gegenseitig auf die Matte und gaben dabei ein schönes Beispiel, wie aus einem Kampfsport eine Art Tanzkunst entstehen kann.

Um die Spannung auf das Resultat der Wahl Sportlerin und Sportler des Jahres zu erhöhen, zeigte die Tanzsportgruppe "Spotlight" unter dem Motto "Viva las Vegas" ihr Können.Swetlana Harzer hatte mit ihrer Truppe aus Neukirchen und Umgebung zahlreiche Choreografien aus unterschiedlichsten Stilrichtungen eingeübt.

Sportler des Jahres

Katrin Fehm und Jürgen Weiß gewählt

Theuern. (kge) "De dan sich hirt, wenn i mit der Nationalmannschaft unterwegs bin", lachte am Freitagabend Katrin Fehm zu eventuellen Verständigungsproblemen und auf die Beschreibung von Landrat Richard Reisinger: "Hier haben wir einen richtig schön Dialekt sprechenden Shooting-Star".

Er gratulierte ihr am Freitagabend im Schloss Theuern als Publikumsliebling zum ersten Platz bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres, den sie vor ihrer Kameradin Corinna Schwab (2. Platz) und Katharina Heckmann (3. Platz) erzielte. Das Publikum hatte wie jedes Jahr gewählt und bei den Männern dem Schützen Jürgen Weiß (1. Platz) zu einem Triple verholfen.

Für den zweiten Gewinner votete der Landkreis mit dem ebenfalls deutschen Meister im Kraftdreikampf, Max Stark, der damit seinem Namen alle Ehre machte. Den dritten Platz erreichte der deutsche Meister im Kegeln, Christopher Hiltl.

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