09.11.2017 - 16:18 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Ab Freitag über das neue Bauwerk: Alte Vilsbrücke hat ausgedient

Schnell die Kameras gezückt und noch einige Aufnahmen für die Enkel gemacht: Wer die alte Vilsbrücke für die Nachwelt auf dem Bild festhalten will, der muss sich beeilen. Denn Theuern steht vor einem geradezu epochalen Ereignis: Die alte Vilsbrücke hat ausgedient. Ab Freitag, 10. November, rollt der Verkehr zwischen den beiden Ortsteilen über die neue.

Die neue Vilsbrücke in Theuern, die alte (links) ist nächste Woche Geschichte.
von Klaus HöglProfil

Die ist nicht für die Ewigkeit, aber für die nächsten 100 Jahre. Das Ende der alten vollzieht sich schnell: Sperrung ab Freitag, Demontage ab Montag nächster Woche, dann ist sie Geschichte. Zu sehen sein wird nichts mehr. In der Folge wird dann bis zum Rückbau auch die Castnerstraße Richtung Brücke gesperrt. Sie ist dann nur über den Parkplatz erreichbar.

Gemeindeverwaltung, die Bauamtmitarbeiter Ronny Gäßner, Alexander Greiner und Torsten Lehr sowie die Verantwortlichen des Ingenieurbüros UTA in Amberg haben sich am Donnerstag zur Planung der Verkehrsumlegung auf der Brücke (neu) besprochen, der Fahrplan steht fest. Es wird zu einer neuen Verkehrssituation kommen, die aber schnell beherrschbar sein wird.

Über ein Jahr hat die Brücke die Bürger - nicht nur Theuerns - in Atem gehalten. Da waren einige Hemmnisse zu überwinden. "Die Bevölkerung hat das mit Geduld und Verständnis hingenommen", lobte Bürgermeister Roland Strehl beim Ortstermin. Was Bauamtmitarbeiter Ronny Gäßner nur bestätigt: "Es hat keine einzige Beschwerde gegeben, die Bürger haben sich sehr interessiert gezeigt." Rund 3,2 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Mit etwa 60 Prozent beteiligt sich der Freistaat an den Kosten. Mit dem Bau der neuen Brücke wird auch der Hochwasserschutz ganz entscheidend verbessert, selbst ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser wird im Zaum gehalten.

Streng genommen hätte der Schwerlastverkehr über die alte Brücke und ihren 18 Tonnen Traglast eigentlich gar nicht mehr befahren werden dürfen. Jetzt ist das Volumen auf 40 Tonnen erhöht, sie ist verbreitert auf 6,50 Meter hat eine höhere Durchflussmenge und liegt etwa einen Meter höher als die alte, die lichte Weite beträgt 32 Meter.

Strehls Zwischenbericht zur Verkehrsumlegung zeigte auf, dass der Kostenrahmen eingehalten worden sei, zusätzliche Ausgaben aber seien wegen weiterer Maßnahmen (Bodenbeläge, Barrierefreiheit zum Beispiel) vonnöten gewesen. Jetzt ist das Umfeld der Brücke noch nicht ganz fertig, aber sie ist ab heute passierbar. Wohl gegen Mittag wird der Verkehr freigegeben. Was noch aussteht ist dann eine zünftige Einweihungsfeier, die ist für nächstes Frühjahr geplant.

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