06.11.2017 - 16:08 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Chorgesang in der Mehrzweckhalle Fest in Männerhand

Wenn man so will, haben die Männerchöre eine Jahrhunderte lange Tradition. Der männliche Chorgesang lebt immer noch, auch wenn er mehr oder weniger mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat. Weil unverkennbar das Durchschnittsalter immer höher wird.

Der Männergesangverein aus Ursulapoppenricht in Aktion. Bilder: e (2)
von Klaus HöglProfil

Ein Plädoyer für das Liedgut der Männerchöre war das Herbstsingen der Sängergruppe Amberg in der Kümmersbrucker Mehrzweckhalle unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Roland Strehl. Der von Susanne Müssig-Wilcek geleitete Kirchenchor von St. Antonius mit fast ausschließlich Damen sorgte für eine stimmliche Auflockerung in diesem von Männern dominierten Herbstsingen. Der Kirchenchor wirkte mit, weil die Pfarrei heuer ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Sängerbund-Vorsitzender Adolf Gassner hatte mit Christian Fink das Herbstsingen auf den Weg gebracht, die musikalische Gesamtleitung oblag den Gruppenchorleiter Jana Müller und Helmut Fischer, das Sagen respektive das Singen auf der Bühne aber hatten die Männerchöre aus Haselmühl-Kümmersbruck, Ursulapoppenricht, Kastl und Hahnbach. Ein Gemeinschaftschor aus Sängern des MC Haselmühl-Kümmersbruck und der Liedertafel Amberg, dirigiert von Jana Müller, startete in den vergnüglichen Abends, bei dem zur Pause auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz kam.

Aufgetreten ist auch der MGV Ursulapoppenricht mit Dirigent Ludwig Wendl. Die Sänger hatten unter anderem "Heimatland, wie bist du schön" im Repertoire, Längstgedienter Männerchor im Landkreis ist der Liederkranz Kastl. Die Sänger hatten sich mit einem Akkordeon verstärkt ("Boarischer"), die Kastler geleiteten auch musikalisch in die Pause: "Das beste Bier im ganzen Nest das schenkt Margret am Tore, derweil das frisch den Gaumen nässt, spricht hold Margret zum Ohre", sagen sie aus "Margret am Tore".

Nach der Stärkung im Foyer trat der Kirchenchor St. Antonius mit dem gefühlvollen Lied "A koider Wind waht vom Berge" von Hubert von Goisern auf und traf damit exakt die meteorologischen Gegebenheiten, die draußen herrschten. Der MGV Sangesfreunde Hahnbach unter der Leitung von Jana Müller setzte den vorläufigen musikalischen Abschluss. Höhepunkt und Schlusspunkt war allerdings, als die Männerchöre für den "Abendfrieden" unter dem Dirigat von Jana Müller gemeinsam auf der Bühne standen.

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