04.09.2017 - 13:46 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Einweihung neues Funktionsgebäude der Feuerwehr Kümmersbruck Freude über schmucken Neubau

Das neue Funktionsgebäude der Feuerwehr Kümmersbruck hatte im Vorfeld durchaus für Gesprächsstoff gesorgt. Jetzt stand es nagelneu zur Besichtigung bereit und erhielt von Pfarrer Bernd Schindler und Pfarrvikar P. Thomas Arokiasamy den kirchlichen Segen.

Die große FFW Kümmersbruck Familie war bei Einweihung da
von Klaus HöglProfil

Alle sind Feuer und Flamme. Viele aus der rund 400 Mitglieder starken Kümmersbrucker Feuerwehr-Familie waren da, die beteiligten Firmen, Planer Manfred Steininger, die örtlichen Mandatsträger, die Mitglieder der Feuerwehr Kümmersbruck und die Kameraden aus der Partnergemeinde Holysov. Vorsitzender Christoph Richter atmete durch. Denn das Werk ist sozusagen vollendet. "Ohne Gemeinderat, freiwillige Helfer, allen voran Daniel Pohl und Felix Götz, und Ex-Vorsitzender Markus Leitl hätten wir das nie gestemmt", betonte Richter. Rund 300 Stunden Eigenleistung seien erbracht worden. Und dennoch, Bürgermeister Roland Strehl sparte das bei seiner Laudatio nicht aus, "alles für ein Gebäude, das mir schon mehr mediale Aufmerksamkeit gebracht hat, als mir lieb ist". Von den Kosten war hier die Rede.

Strehl erinnerte an die Entstehungsgeschichte des neuen Funktionsgebäudes: Der Beschluss zum Bau fiel am 3. November 2015 im Gemeinderat, denn das beengte Feuerwehrhaus genügte den Anforderungen nicht mehr. "Womit auch die Frage der Notwendigkeit klar beantwortet war, auch mit dem Hintergrund einer möglichen Fusion der drei Ortsfeuerwehren", sagte Strehl. Viele alternative Ideen habe es gegeben, letztlich blieb nur eine übrig: Ein neues Funktionsgebäude für Werkstatt/Lager- und Jugendraum.

Das hatte auch System, denn Strehl ist sich sicher: "Der Grundstein für die Zukunft der Feuerwehren wird in deren Jugendarbeit gelegt." In Sachen Notwendigkeit, Kostensteigerung der letzten Woche stellte Strehl klar: "Unsere Wehren sind keine Freizeitvereine, wir haben hier keinen Jugendtreff gebaut, sondern sie erfüllen als Teil der Verwaltung eine originäre Pflichtaufgabe der Gemeinde." Es habe "holprige Phasen" im Vorfeld gegeben und "leider auch eine deutliche Kostenüberschreitung um rund 50 Prozent, da wie sich später herausstellte der Ansatz zu gering war. Alle Beteiligten, davon gehe ich aus, haben daraus gelernt", räumte der Bürgermeister ein. Mit einem gemeinsamen Vaterunser und Fürbitten wurde der Neubau ausgiebig gefeiert und besichtigt.

Das neue Feuerwehrhaus

Zeitinfo

Planungsbeginn Frühjahr 2015

Bauantrag 24. August 2015 und Einholung von 16 Nachbarunterschriften

Gemeinderatsitzung 15. September 2017 mit Vorstellung der Pläne durch den Architekten vor den Gemeinderatsmitgliedern

Behandlung der geplanten Baumaßnahme in der Gemeinderatsitzung vom 3. November 2015

Infoveranstaltung der Gemeinde am 11. Februar 2016 für Öffentlichkeit

Baugenehmigung 29. März 2016

Baubeginn Herbst 2016

Fertigstellung August 2017

Einweihung 2. September 2017

Technische Daten

Gesamtbaukosten rund 500 000 Euro

Circa 1300 Kubikmeter umbauter Raum, Ausführung des Untergeschosses in Stahlbetonbauweise; Gesamtnutzungsflächen auf Ebenen EG und UG r8und 250 qm

Anschluss des Gebäudes an Fernwärme

Erdgeschoss - großer Jugendraum mit 70 qm Nutzfläche, WC-Anlagen, Küche und Abstellräume, Akustikdecke und bodentiefe große Fensterelemente für maximale Helligkeit im Jugendraum. Moderne elektrotechnische Ausstattung in allen Räumen des Gebäudes, Bestuhlung Jugendraum betriebstechnische Ausstattung der Werkstatt und des Lagerraumes im Untergeschoss. Überdachter Freisitz und Treppenanlage.

Zwei große Sektionaltore mit einer Durchfahtshöhe von 3,15 Meter für Feuerwehrauto im Untergeschoss, beheizbare Werkstatt und Lagerraum im Untergeschoss, Neupflasterung vor Gebäude. (e)

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