01.12.2017 - 17:52 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Gelöbnis in der Schweppermannkaserne: Als Soldaten keinen bequemen Weg gewählt

Das feierliche Gelöbnis ist einer der ganz besonderen Momente im Leben eines Soldaten. Höhepunkt dabei ist, sich öffentlich vor der Truppenfahne zum Einstehen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu bekennen. 34 Soldaten des Logistikbataillons 472 in Kümmersbruck taten dies am Donnerstag bei einem Appell in der Schweppermannkaserne.

Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl, stellvertretender Kommandeur Marco Pilhofer und Landrat Richard Reisinger (von links) schritten gemeinsam die Formation der Soldaten ab, die zum Gelöbnis in der Schweppermannkaserne angetreten waren. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Neben den Rekruten waren dazu die Abordnungen der Kompanien des Bataillons, dessen Ehrenzug mit den Truppenfahren und das Heeresmusikkorps angetreten. Landrat Richard Reisinger versicherte den Rekruten, ihre Entscheidung für die Bundeswehr sei richtig gewesen - und sie sei "anerkennenswert und respektabel". Für die Rekruten sprach Stabsgefreiter Florian Kothmeier als Vertrauensperson. Er ließ die bisherigen gemeinsamen Wochen Revue passieren, in denen "viele erhebliche Veränderungen festgestellt haben". Spätestens nach der ersten Biwak-Woche hätten die Neulinge einen Einblick bekommen, was es heißt, Soldat zu sein. In der bisherigen Grundausbildung sei ein "gesundes Fundament gelegt worden", um ein guter Soldat zu werden: "Ich bin mir sicher: Das werden wir auch." Oberstleutnant Marco Pilhofer richtete als stellvertretender Kommandeur das Wort an die Soldaten: "Hinter Ihnen liegt eine außergewöhnliche Zeit, in denen Sie eine Vielzahl an ungewohnten Situationen zu meistern hatten." Er lobte sie dafür, dass sie keinen bequemen Weg eingeschlagen hätten, sondern sich bewusst für die Herausforderung entschieden hätten. Das gewonnene Wissen "Ich schaffe das" sei eine wesentliche Voraussetzung im Soldaten-Leben. "Ihr Dienen für Deutschland bedeutet, dass alle Menschen in der Bundesrepublik, seien es Bürger, Reisende oder Flüchtlinge auch weiterhin in Sicherheit, Recht und Freiheit leben dürfen."

Danach sprach eine Abordnung der Rekruten stellvertretend für alle die Gelöbnisformel, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Nach dem Appell waren Rekruten, Angehörige und die Vertreter der Öffentlichkeit zu einem Empfang in die Betreuungsgesellschaft der Schweppermannkaserne ein geladen.

Ihr Dienen für Deutschland bedeutet, dass alle Menschen in der Bundesrepublik, seien es Bürger, Reisende oder Flüchtlinge, auch weiterhin in Sicherheit, Recht und Freiheit leben dürfen.Oberstleutnant Marco Pilhofer

Hintergrund

Dem feierlichen Gelöbnis in der Schweppermannkaserne ging eine Andacht in der Kirche Hl. Familie in Amberg voraus.

Bei beiden Zeremonien waren Vertreter der Bundeswehr, aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens, Angehörige der Rekruten, Landrat Richard Reisinger und Standort-Bürgermeister Roland Strehl dabei. Das Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel Bernd Seig begleitete den Appell.

In der Formation auf dem Appellplatz der Schweppermannkaserne traten die 34 neuen Rekruten des Logistikbataillons 472 zu ihrem öffentlichen Gelöbnis an. Die jungen Soldaten absolvieren seit 1. Oktober ihre allgemeine Grundausbildung.

Die 1. Kompanie des Bataillons wurde am 1. Oktober 2003 in Dienst gestellt. Es hat seit 1. Juli 2016 den Auftrag, die Grundausbildung für die Rekruten der Logistiktruppe zu übernehmen. (e)

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.