12.10.2017 - 20:00 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Gemeinderat Kümmersbruck Holperpisten mitten im Ort

"Es besteht dringender Handlungsbedarf." Das findet die Kümmersbrucker SPD, die deshalb bei der Gemeinderatsitzung schriftlich den Antrag gestellt hat, die AS 27, genauer gesagt die Köferinger Straße in Haselmühl, zu sanieren.

Der schlechte Zustand der Köferinger Straße erfordert eine dringende Sanierung. Die SPD fordert im Bereich des Kindergartens St. Raphael zugleich eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer. Rund 120 Kinder besuchen die Tagesstätte. Bild: e
von Klaus HöglProfil

"Durch die verkehrsbedingte Überbelastung der Köferinger Straße ist diese dringend sanierungsbedürftig", bekräftigte SPD-Sprecher Manfred Moser den Vorschlag. Die Fahrbahn hinauf zu Grammer weise erhebliche Wellen und Senkungen auf. Die dadurch entstehende zusätzliche Lärmbelästigung sei den Anwohnern nicht mehr zuzumuten.

Die SPD fordert von der Gemeinde, beim Landkreis Amberg-Sulzbach als zuständigen Straßenbaulastträger die sofortige Sanierung der Köferinger Straße ab Einmündung Hammergutstraße bis zur Firma Grammer zu beantragen. Moser sei testweise mit seinem Auto und leerem Anhänger die Strecke abgefahren und hat bemerkt, "welchen Lärm allein so ein Anhänger verursacht". Mit diesem Antrag ging der Gemeinderat konform, Gesprächsbedarf gibt es aber noch um den weiteren SPD-Vorschlag, ob im Bereich des Kindergartens St. Raphael eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer angeordnet werden könne. "Über 120 Kinder gehen in den Kindergarten St. Raphael", sagte Moser. "Da ist eine solche Beschränkung angebracht." Der Bürgermeister wollte sich dem nicht verschließen, das müsse aber vorab zusammen mit der Polizei geprüft und geklärt werden.

Mit den 13 Stimmen der CSU abgelehnt (10:13) wurde ein weiterer aktueller Antrag der SPD-Fraktion, der die baldmöglichste Sanierung der Staatsstraße 2165 im Bereich der Gemeinde Kümmersbruck, Ortsdurchfahrt Haselmühl, beinhaltete. "Die Ortsdurchfahrt ist durch die verkehrsmäßige Überbelastung dringend sanierungsbedürftig geworden", hieß es und weiter "unserer Meinung nach müsste die gesamte Ortsdurchfahrt abgefräst und neu asphaltiert werden". Das sei, so bekundete SPD-Sprecher Manfred Moser, im Laufe des nächsten Jahres mit Fertigstellung Ende 2018 zu bewerkstelligen. Die Anwohner seien durch eine Straße, die 17 400 Fahrzeuge täglich aufzunehmen hat, arg belastet. "Flüsterasphalt" müsste als Fahrbahn her, um wenigstens ein Minimum an Lärm für die geplagten Anwohner zu erreichen. Dass die Straße sanierungsbedürftig ist, das bestätigte auch Bürgermeister Strehl. Er meinte allerdings, dass die Gemeinde beabsichtige, im Zuge des beschlossenen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts ein umfangreiches Verkehrskonzept auch für die Ortsdurchfahrt erstellen zu lassen. Daraus würden sich auch bauliche Maßnahmen im innerörtlichen Bereich ergeben. "Es ist nicht zielführend, vor der Realisierung solcher Maßnahmen die Straße zu sanieren." Roland Strehl räumte ein, "das kann schon noch ein paar Jahre dauern". Die Mehrheit war letztlich gegen den SPD-Antrag auf "sofortige Sanierung".

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