11.10.2017 - 17:46 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Gemeinderat stimmt knapp dafür Dorfstodl für Mooser

Die Dorfgemeinschaft in Moos hätte gerne einen Gemeindestodl. Genutzt werden könnte das Gebäude als Vereinsheim. Noch gibt es dafür kein konkretes Konzept. Doch die Kümmersbrucker Gemeinderäte stimmten in ihrer jüngsten Sitzung knapp mehrheitlich dafür.

Virtuell existiert der neue Stodl für Mooser Vereine schon. Jetzt ebnete auch der Gemeinderat den Weg dafür. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Viele Mooser Bürger waren bei der Tagung im Rathaus dabei. Sie vernahmen natürlich gerne, dass sich das Gremium mit 13 CSU-Stimmen gegen zehn Voten von der SPD für den Beschluss vor dem Konzept ausgesprochen hat. Die Bürgervertreter wollten noch einmal klarstellen, dass nicht der Bau als solcher in Frage gestellt werden würde, sondern die Art und Weise, wie das Gebäude später einmal genutzt werden könnte. Zugestimmt wurde der Nutzung als Vereinsheim. Die Kosten wurden mit 293 000 Euro angegeben, für die Außenanlagen sind darüber hinaus noch rund 15 000 Euro zu berappen. Die Inneneinrichtung fehlte in der Kalkulation. Ein Förderantrag sei gestellt, bekundete Bürgermeister Roland Strehl. Mit rund 57 000 Euro könne gerechnet werden. An Eigenleistung sollen 83 000 Euro eingebracht werden. Bis die Dorfgemeinschaft ihr Heim bekommt, müssen aber eine Fülle von Auflagen beachtet werden.

"Gibt viel zu klären"

Das war auch Bürgermeister Roland Strehl klar: "Es gibt noch viel zu klären, bevor der erste Balken aufgestellt wird", fasste er zusammen. Um in den Vorzug der Förderung zu kommen, müsste eindeutig die Nutzung des Gebäudes geklärt werden. SPD-Sprecher Manfred Moser forderte vor der Bauzusage die Aufschlüsselung der Verwendung. Das muss im Vorfeld bei einer nächsten Gemeinderatsitzung geschehen, forderte er. "Realistisch gesehen könnte mit einem Bau im Frühjahr kommenden Jahres gerechnet werden." Moser sagte: "Wir müssen doch erst mal wissen, was wir genau wollen, das gehört im Gemeinderat vorher eingehend besprochen und dann sollten wir uns noch mit der Dorfgemeinschaft zusammensetzen."

Nicht benachteiligen

Soll die Gemeinde in den Vorzug einer Förderung kommen, dann darf der Gemeindestodl nicht kommerziell genutzt werden, eine Verpachtung oder Vermietung sei auch nicht erlaubt. Es wurden diverse Fragen aufgeworfen: Was ist mit der Bewirtschaftung? Kann die Dorfgemeinschaft das Gebäude auf Dauer überhaupt unterhalten? Wer ist zuständig für Unterhalt? Wer wird als Eigentümer geführt? Und: Es dürfe im Hinblick auf andere Vereine keinen Sonderstatus geben, gab Moser zu bedenken. Die Dorfgemeinschaft könne ja zum Beispiel, wie es andere Vereine auch tun, auf eigene Kosten bauen, mit einem entsprechenden Zuschuss der Gemeinde (derzeit 15 Prozent). Man müsse mit dem Vorhaben vorsichtig umgehen, gab Franz Kölbl (SPD) zu bedenken. Andere Vereine sollten nicht benachteiligt werden.

Erst ein Nutzungskonzept erstellen, genau abklären, dann Beschluss fassen, war die Meinung bei der SPD. Den Bau jetzt schon per Beschluss auf den Weg bringen und später ein Nutzungskonzept erstellen - das war die Meinung der CSU, die Sprecher Markus Graf vortrug. "Das wird ein Dorfstodl, den alle benutzen können", brachte es Graf auf einen Nenner. Das Konzept ließe sich später klären. Jetzt gehe es seiner Meinung darum, den Mooser Bürgern ein Signal zu geben, dass der Stodl auf den Weg gebracht wird. Man könne immer noch aussteigen, so Graf. Harald Schwartz sprach sich für ein richtungsweisendes Signal aus.

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