Heimat- und Kulturverein Köfering
Alten Hausnamen auf der Spur

Von links: Josef Schmaußer (Ortsheimatpfleger Hohenkemnath/Ursensollen), Maria Schmalzl (Leader-Beauftragte Landkreis Amberg-Sulzbach) und Josef Vogl (Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Köfering) mit dem Kataster über Köfering mit Stempel von 1895. Bild: exb
Vermischtes
Kümmersbruck
18.10.2017
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Der Heimat- und Kulturverein Köfering ging mit seiner Veranstaltungsreihe "Hausnamen" in die zweite Runde. Bereits im April 2016 gab es eine Sammlung von Informationen mit den beteiligten örtlichen Hausnamen. Seit mehr als eineinhalb Jahren finden hier vertiefte Recherchen statt.

Köfering. Zunächst informierte Maria Schmalzl, Leader-Beauftragte des Landkreises Amberg-Sulzbach, über die aktuelle Aktion und darüber, dass bereits nahezu 1000 Hausnamen aus dem Landkreis zusammengetragen wurden. Diese sollen auf Acryltafeln sichtbar an den betroffenen Häusern angebracht werden. Köfering beteiligt sich an dieser Aktion. Die hier entstehenden Kosten werden über die Leaderförderung sowie die Gemeinde Kümmersbruck abgedeckt. Ortsheimatpfleger Josef Schmaußer half den Referenten bei ihren Vorträgen. Vor allem Josef Vogl unterstützte er, wenn es um heimatkundliche und geschichtliche Grundkenntnisse ging. So erläuterte er vor allem, dass es im 19. Jahrhundert üblich war, dass viele Höfe getauscht oder verkauft wurden. Die Hausnamen dabei konnten wandern, bleiben oder verschwinden. Oftmals ist es auch so, dass ganze Höfe verschwunden oder zusammengelegt wurden. Dementsprechend ging auch ein Hausnamen in einen anderen über. Diese Thematik wurde intensiv diskutiert. Dennoch wurden Lösungen gefunden, wie der Hausname dann auch am eigenen Haus sichtbar gemacht werden wird. Interessant war auch, dass bei den rund 25 Hausnamen entlang der jetzigen Waldhausstraße und Haager Straße aufgefallen ist, dass die Hauptstraße in Köfering damals eigentlich durch das jetzige Vereinsheim des Heimat- und Kulturvereins Köfering, Richtung Dorfplatz rückwärtig über den Schmalzl-Hof hinauf zur Scheuerer-Hof verlief. Die jetzige Waldhausstraße kann man quasi schon als Ostumgehung bezeichnen.

Bemerkenswert waren auch gewisse Querverbindungen zwischen Familien, die jetzt noch in Köfering existieren. Sie besaßen oft wohl mehrere Höfe, haben getauscht, Höfe aufgegeben oder weitere Neue erworben. Laut Josef Schmaußer sei dies wohl nicht unüblich gewesen.

Die Gäste lauschten sehr interessiert dem Vortrag und Josef Vogl wünschte sich, dass man sich einheitlich an dem Projekt beteiligt. Es sei wichtig, die Vorgenerationen nicht zu vergessen und seine eigene Geschichte zu kennen. Der Heimat- und Kulturverein Köfering bot in diesem Zug auch an, Familienchroniken, Bilder oder weitere Informationen über das Dorf Köfering zu sammeln und zu archivieren. Die Hausnamen selbst und die Urkataster werden im Vereinsheim sowie auf der Homepage veröffentlicht.
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