26.02.2018 - 20:00 Uhr
Kümmersbruck

Ortstermin in der Straße Am Kreuzhügel Gehsteig ist kein Parkplatz

Wortreich geht es zu bei einem Ortstermin des Bauausschusses mit Anwohnern der Straße Am Kreuzhügel. Es ist eine an sich ruhige Sackgasse, überwiegend von den Anwohnern befahren, abzweigend vom Bachweg. Das Problem: Es fehlen Stellplätze.

In der Straße Am Kreuzhügel wird es sehr eng, wenn die Autos links und rechts halb auf der Straße und halb am Gehsteig parken. Bild: e
von Klaus HöglProfil

Die Straße ist exakt 130 Meter lang, wird rechts von sechs Häusern und auf der linken Seite von neun Häusern gesäumt. Rechts und links der Wohnstraße befindet sich jeweils ein schmaler Bürgersteig, etwa einen Meter breit. Auf dem werden auch Fahrzeuge abgestellt.

Die Krux ist, dass die ehemaligen Einfamilienhäuser der rund 50 Jahre alten Straße aufgestockt, umgebaut oder ganz einfach gewachsen sind. Aus kleineren Häusern wurden Mehrfamilienhäuser. Gleichwohl: Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Stellplätze auf den Grundstücken nicht mitgewachsen, sie blieben außen vor.

Was ja an sich laut gemeindlicher Stellplatzverordnung zwingend vorgeschrieben wäre. Kurzum: Es fehlen Stellplätze. Und so kam es dann auch, dass die beidseitigen Bürgersteige seit Jahren teilweise zugeparkt werden. Das hat wohl auch über Jahre hinweg stillschweigend funktioniert, hieß es beim Ortstermin. Es war ein Gewohnheitsrecht, das Parken auf den Bürgersteigen in der Straße Am Kreuzhügel. Stünden die Fahrzeuge voll auf der Straße, wäre nämlich eine Zufahrt, zum Beispiel der Müllabfuhr, bis ans Ende der Straße kaum möglich.

Eine Bürgerin, so war beim Ortstermin mit den Anwohnern und dem Verkehrsausschuss zu hören, musste öfters mit ihrem Kinderwagen mitten auf der Straße gehen, weil eben die Bürgersteige zugeparkt waren. Ihrer Meinung nach, gehe das gar nicht, "der Gehsteig ist dem Fußgänger vorbehalten". Die Polizei wurde eingeschaltet. Auch die Gemeinde betrifft das. Man könnte doch, so hieß ein Vorschlag, per Kennzeichnung das Parken auf dem Bürgersteig erlauben. Der Bürgersteig ist jedoch keine drei Meter breit, weshalb Autos und Bürger den Gehweg nicht gemeinsam benutzen dürfen.

Beim Ortstermin nun konnten die Ausschussmitglieder den Anwohnern natürlich auch nicht erlauben, auf dem Gehweg zu parken. "Da gibt es kein Rezept. Man muss friedlich zurecht kommen", bat Bürgermeister Roland Strehl die Anwohner um Fairness. "Auch wenn es jahrelang funktioniert habe, rein rechtlich ist der Gehweg nicht zum Parken da."

Bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten kam auch der komplette Rückbau einer Bürgersteig-Seite ins Gespräch, das wäre aber wohl dann zu teuer für die Anwohner. Was blieb, ist letztlich die Erkenntnis, dass es ein "hausgemachtes Problem" ist, dass zu wenig Stellplätze beim jeweiligen Hausbau geschaffen worden seien, war zu hören.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.