27.03.2018 - 11:48 Uhr
Kümmersbruck

Rettungsdienst und Feuerwehr trainieren das Miteinander Eingespielte Retter

Für Rettungskräfte ist das Alltag nach einem schweren Verkehrsunfall: Während der Rettungsdienst den Verunglückten erstversorgt, arbeitet die Feuerwehr schon daran, ihn mit hydraulischem Rettungsgerät aus seinem Autowrack zu befreien. Dieses Zusammenspiel muss trainiert werden.

Absprache zwischen dem Gruppenführer Feuerwehr (links) und dem Rettungsdienst (rechts)
von Florian Schlegel (egl)Profil

Amberg-Sulzbach. Die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst nach Verkehrsunfällen war Thema einer Ausbildung des Fachbereichs "Technische Hilfeleistung". Dafür taten sich der Kreisfeuerwehrverband und das BRK Amberg-Sulzbach zusammen.

Gerade Verkehrsunfälle mit Verletzten sind immer eine besondere Herausforderung für alle beteiligten Einsatzkräfte. Dabei geht es oft darum, einen Verunglückten in einem Fahrzeug erstzuversorgen, während die Feuerwehr versucht, ihn mit schwerem Gerät aus dem Unfallwagen zu befreien. Über allem steht die sogenannte "Goldene Stunde" - also das Ziel, dass der Patient innerhalb einer Stunde nach dem Unfall ein geeignetes Krankenhaus erreicht. Um dies zu erreichen, sind gute Teamarbeit, klare Kommunikation und zielgerichtetes Planen und Handeln zwischen allen Rettern erforderlich.

Genau dies wurde jetzt unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Christof Strobl geübt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die aktuellen Standards, sowohl aus der Sicht des Rettungsdienstes als auch der Feuerwehr, und einer Einweisung in die Geräte der jeweils anderen Organisation, ging es in die Praxis: Ein eingeklemmter Patient wurde mit Hilfe von Halskrause, Rettungsboa und Spineboard und durch Entfernen der B-Säule aus seinem Fahrzeug gerettet. In einem zweiten Durchgang wurden dieselben Hilfsmittel eingesetzt, diesmal jedoch über den Kofferraum.

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