26.09.2017 - 20:10 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Rückblick auf 30 Jahre EDV-Tage in Theuern: Von Atari bis Facebook

Als der Commodore 64 die Büros eroberte und der legendäre "Amiga 500" kurz vor der Markteinführung stand, war der Landkreis ganz auf der Höhe der Zeit. Vor 30 Jahren gab es in Theuern die ersten "EDV-Tage" - damals noch ganz ohne Facebook.

von Redaktion OnetzProfil

Theuern. Zum 30. Mal trafen sich Vertreter von Museen und Archiven aus ganz Bayern im Kulturschloss Theuern, um über die Zukunft ihre Branche zu diskutieren. Dieses Mal ging es schwerpunktmäßig darum, wie sich Geschichte in den Social Media vermarkten lässt. Sybille Greisinger vom Haus der Bayerischen Geschichte gab den Teilnehmern dazu einen kurzen Einblick in das Internet 2.0.

Digitales Museum

"Jeder schaut heute zuerst auf sein Smartphone", erklärte Michael Ritz vom Industrie- und Bergbaumuseum Theuern. Deshalb müssten die Betreiber historischer Ausstellungen dort heute viel präsenter sein. Vom "erweiterten Museum" und "Digital Storytelling" sprechen auch die Museums-Experten mittlerweile. Die Geschichte der EDV-Tage reicht bis 1987 zurück. Das Jubiläum nahmen die Veranstalter dieses Jahr auch zum Anlass, um auf die eigene Geschichte zurückzublicken. "Kinder, wie die Zeit vergeht", leitete Dr. Viktor Prösler seinen Vortrag ein. Mitte der 80er-Jahre habe niemand daran gedacht, welche wichtige Rolle der PC für das Museum einmal spielen werde. Heute sei der Computer aus dem musealen Umfeld gar nicht mehr wegzudenken.

Datenträger gesichert

Als ihren größten Erfolg sehen die bayerischen Museums-EDVler die digitale Inventarisierung, die sie mit ihren Tagungen in Theuern angestoßen haben. "Wie viele Datenträger wären heute nicht mehr lesbar und würden aufgrund ihres Alters für immer verloren gehen?", fragte Ritz, um den Fortschritt der neuen Archivierungsmethoden herauszustellen.

Landrat Richard Reisinger gratulierte den Veranstaltern zum 30-jährigen Jubiläum und bedankte sich zugleich für ihre Treue: "Ich wünsche den Teilnehmern viel Freude und Erkenntnisgewinn." Zugleich wies er auf die groß angelegte Renovierung des Tagungsortes hin: "Mit einer neuen logistischen Ausstattung und Inneneinrichtung wird der Landkreis ein komplett modernes und barrierefreies Kulturschloss bekommen", versprach er. Wie das dann genau genutzt wird, stehe noch nicht fest.

 

 

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