12.06.2017 - 14:40 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

THW Amberg und Feuerwehr Haselmühl üben gemeinsam: Rollentausch der Retter

Eine Ausbildung der besonderen Art haben das THW Amberg und die Feuerwehr Haselmühl absolviert. Die Ausbilder sorgten dafür, dass die Einsatzkräfte dabei die Rollen tauschten.

von Florian Schlegel (egl)Profil

(egl) Ziel der Übung war ausnahmsweise nicht, die Zusammenarbeit in Notlagen zu trainieren und zu vertiefen. Vielmehr bekamen beide Hilfsorganisationen hautnah Einblick in die Arbeit des anderen: Denn die Ausbilder hatten sich einen Rollentausch ausgedacht. THW-Zugführer Christoph Hollweck stellte kurz die Ausrüstung seiner Hilfsorganisation vor. Danach bekam die Feuerwehr Haselmühl ihren Einsatzauftrag: Eine Baugrube wurde instabil und muss gesichert werden, ein verletzter Arbeiter liegt darin. Aus Gründen der Eigensicherung darf die Grube nicht betreten werden. Die Floriansjünger mussten die Wände der Grube notdürftig verschalen und sie mit Hilfe von Hydropressen, Grubenstützen und anderem technischen Gerät sichern. Erst als diese Arbeiten erledigt waren, konnten die Rettungskräfte den Verletzten erstversorgen und für den Transport vorbereiten.

Nicht weniger aufregend ging es bei den Katastrophenschützern des THW Amberg zu: Nach einer umfangreichen theoretischen Einweisung in die Ausstattung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs mussten sie aus einem auf der Seite liegenden Autos eine Person retten. Unter den Augen von Kommandant Michael Reindl, der wertvolle Tipps gab, sicherte das THW das verunglückte Fahrzeug. Danach machten sich die Aktiven daran, mehrere Arten von Zugängen zum verunglückten Fahrer zu schaffen. Besondere Schwierigkeit bei beiden Übungsszenarien war, dass nur das Fahrzeug der jeweils anderen Organisation mit dessen Beladung aus Ausrüstung zur Verfügung stand. So gestaltete sich die Suche nach einem Akku-Schrauber auf dem Gerätekraftwagen des THW für die Feuerwehrkräfte genauso schwierig wie das Finden einer Glassäge des Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr.

Die gemeinsame Ausbildung sollte das Verständnis für die Arbeit des anderen fördern. So werde es künftig leichter fallen, Schnittstellen zu bilden und Hand in Hand zu arbeiten, waren sich Kommandant Michael Reindl und THW-Zugführer Christoph Hollweck einig. Die Organisationen pflegen seit einigen Jahren eine freundschaftliche Zusammenarbeit - diese vertieften die Übenden nach der Arbeit auch beim Grillen.

 

 

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