01.10.2017 - 13:28 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Übergabeappell im Santitätsunterstützungszentrum Kümmersbruck Abschied für "Menschenführer"

Mit Pauken und Trompeten - des Heeresmusikkorps' Veitshöchheim - hat das Sanitätsunterstützungszentrum Kümmersbruck seinen Leiter Oberstabsarzt Dr. Ernst Wawra verabschiedet. Zugleich wurde bei einem Appell das Kommando an Oberstarzt Dr. Harald Fischer übergeben.

Einigkeit demonstrierten bei der Kommandoübergabe (von links): Dr. Harald Fischer, Dr. Armin Kalinowski und Dr. Ernst Wawra.
von Klaus HöglProfil

Angetreten zum Appell waren die Abordnungen aller unterstellten Truppenteile des SanUstgZ Kümmersbruck. Die Kommandoübergabe erfolgte mit dem Einmarsch der Truppenfahne zu den Klängen des Marschs "Regimentsgruß". Mit dabei waren viele Ehrengäste aus der Bundeswehr, zuvorderst der Kommandeur der Panzerbrigade 12 Amberg, Brigadegeneral Jörg See, der Kommandeur des Logistikbataillons 472, Oberstleutnant Alexander Kolb, und der Kommandeur des Kommandos Regionale Santitätsdienstliche Unterstützung, Generalarzt Dr. Armin Kalinowski. Auch aus dem zivilen Bereich waren zahlreiche Mandatsträger anwesend.

Vor 38 Jahren begonnen

Oberstarzt Wawra ging auf seinen Dienstbeginn vor 38 Jahren als Truppenarzt beim Panzerbataillon 123 in der Schweppermannkaserne ein. Damals seien die meisten Sanitätsoffiziere wehrpflichtige Kollegen gewesen. "Heute verfügen wir an nahezu allen Standorten über Kollegen mit Facharztqualifikationen." Seinerzeit habe die materielle Ausstattung zum Beispiel in der Diagnostik aus Stethoskop und Blutdruckmessgerät bestanden; heute habe man in den Sanitätsversorgungszentren und Facharztzentren eine moderne Geräteausstattung, die dem zivilen Standard entspreche.

Das SanUstgZ Kümmersbruck sei eine wesentliche Dienststelle im Systemverbund des Zentralen Sanitätsdienstes, vergleichbar einer überregionalen Gemeinschaftspraxis an zwölf Standorten in drei Regierungsbezirken. Von "hochmotivierten und fachkompetenten Mitarbeitern" sprach Wawra. "Bei meinem persönlichen Kernziel, sie gut und verlässlich teamorientiert zu führen, transparent und im Rahmen der stringenten Vorschriften eine moderne Fehlerkultur zuzulassen, zielte ich stets auf ein sach- und auftragsorientiertes Procedere ab, wobei gewisse Härten der Entscheidung unvermeidbar sind", blickte er zurück.

Lange in Neunburg

Kommandeur Kalinowski ließ Wawras Werdegang Revue passieren, blickte zurück auf dessen Studium ab 1972, den Diensteintritt 1979 in die Bundeswehr, die Anfänge in der Sanitätsakademie in München, im Bundeswehrkrankenhaus Amberg, als Truppenarzt der 1. Kompanie des PzBtl 123 in Kümmersbruck, später als Brigadearzt. In Neunburg vorm Wald war Wawra "die für Bundeswehrgepflogenheiten lange Zeit von 20 Jahren tätig". Anschließend wurde er Leiter des Sanitätsunterstützungszentrums Kümmersbruck.

"Von Ihren 38 Jahren und neun Monaten Dienstzeit waren Sie 21 Jahre und acht Monate als truppendienstlicher Menschenführer eingesetzt", hieß es in der Laudatio des Generalarztes. Darunter waren auch zwei Jahre Auslandseinsätze in Bosnien. Mit der Verabschiedung des alten Leiters erfolgte zugleich die Begrüßung des neuen.

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