Verpuffung in einer Autowerkstatt in Theuern [Aktualisierung]
Schwerste Brandverletzungen

Vermischtes
Kümmersbruck
17.05.2017
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Lebensgefährliche Brandverletzungen im Gesichts- und Oberkörperbereich zog sich gestern ein 72-jähriger Kfz-Mechaniker bei einem Betriebsunfall zu. Der Inhaber einer alteingesessenen Werkstatt im Ortskern von Theuern (Gemeinde Kümmersbruck) wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik Nürnberg Süd geflogen. Sie verfügt über entsprechende Spezialbetten für Schwerstbrandverletzte.

Gegen 14 Uhr, so die ersten Erkenntnisse der Polizei, war der Mann mit Instandsetzungsarbeiten an einem Pkw beschäftigt. Dazu hatte er die betagte Limousine in seiner Werkstatt über eine Autogrube gefahren, um an den Unterboden heranzukommen. Zur Erledigung der vorgesehenen Arbeiten, habe offenbar eine Benzinleitung abgeklemmt werden müssen, berichtete der Beamte. Beim Herausflexen von Blechteilen sei es dann zu der verheerenden Verpuffung gekommen. Trotz seiner schweren Verbrennungen hat der Senior noch aus eigener Kraft die Montagegrube und Werkstatt verlassen können. Zeugen sahen, wie er ins Freie stürzte, wenige Meter später jedoch auf dem Hof zusammenbrach.

Familienangehörige und Passanten kümmerten sich um die Erstversorgung des Verletzten und alarmierten den Notarzt und die Feuerwehr. Zu löschen habe es allerdings fast nichts gegeben, hieß es seitens der Einsatzkräfte. Sie hätten sich auf die weitere Notversorgung des Brandopfers bis zum Eintreffen der medizinischen Rettungskräfte und das Absperren der Hubschrauberlandeplatzes konzentriert.

Angerückt waren die Wehren aus Theuern, Haselmühl und Ebermannsdorf. Kurz darauf wurde Unterstützung aus Amberg nötig, da weiter Verdacht auf Explosionsgefahr bestand. Bisher wird davon ausgegangen, dass sich in der Reparaturgrube wegen herabtropfenden Benzins entsprechende, hochentzündliche Dämpfe gesammelt haben. Der Funkenflug beim Flexen hat sie wohl zur Explosion gebracht wurden.

Nach dem Einsatz des aus Amberg angeforderten Messgeräts konnte Entwarnung gegeben werden. Zur Ermittlung des genauen Unfallhergangs gaben die Polizeibeamten vor Ort routinemäßig den Fall an Kollegen von der Kripo ab.
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