Wasser-Zweckverband blickt zurück
Bilanz mit Rohrbruch

Vermischtes
Kümmersbruck
12.12.2016
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Es ging ums Geld. Aber nicht nur darum: Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Wolfsbach-Theuerner Gruppe zog Jahresbilanz. Und erklärte dabei auch, warum mehr Wasser angekauft werden musste.

Theuern. Kernpunkt der Zusammenkunft waren der Jahresrückblick durch den Vorsitzenden, Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl, und die Jahresabschlüsse 2013 bis 2015. Eine Erneuerung des Zaunes beim Hochbehälter Ebermannsdorf wurde im August erledigt. Dafür stellte die Firma AS Zaunbau dem Zweckverband 8397,45 Euro in Rechnung. Weitere Kosten, für die Wasserwarte von "Wasser und Energie Kümmersbruck" (WEK), beliefen sich auf rund 300 Euro. Im Haushalt seien für dieses Projekt Aufwendungen von 14 000 Euro vorgesehen gewesen, bilanzierte Strehl.

Die Erweiterung des Gewerbegebietes Theuern wurde in den vergangenen Monaten teilweise umgesetzt. Die Kosten für die Wasserleitungsverlegung übernehme zu 100 Prozent die Gemeinde Kümmersbruck. Eine bestehende Leitung (72 Meter) bei der Kepplerstraße wurde verlängert. Die Kosten hierfür lägen derzeit noch nicht vor, sagte Strehl, denn das Material sei dem WEK-Warenlager entnommen worden. Sie sollen in der nächsten Zweckverbands-Sitzung bekanntgegeben werden.

Unter anderem deshalb sei der Haushaltsansatz von 49 000 Euro nicht erreicht worden. Bis heute wurden bei den Wasserherstellungs-Beiträgen 2207,25 Euro und bei den Hausanschlusskosten 2382,56 Euro eingenommen - insgesamt eine Unterschreitung des Ansatzes um rund 45 000 Euro.

Der höhere Wasserankauf heuer sei eindeutig auf sechs Rohrbrüche zurückzuführen, berichtete Strehl: Strohbergstraße 15 Wolfsbach (Muffe wegen Erddruck defekt), Teichelrangen 1 in Theuern (Kupplungsschaden), Hammerbergweg 2 in Wolfsbach (Kupplungsschaden wegen Stein), Hammerbergweg 2 in Wolfsbach (Kupplungsschaden), Ringstraße 4 in Wolfsbach (Kupplungsschaden), Espanstraße 1 in Wolfsbach (Rohrbruchschelle defekt), Burgstallstraße 26 in Wolfsbach (Austritt Anbohrschelle/Rostschaden). Dementsprechend erwarte man höhere Aufwendungen, die den Haushaltsansatz von 13 000 Euro überschreiten werden. Momentan stünden 8500 Euro zu Buche.

Geschäftsführerin Gabi Fischer präsentierte die von einer Steuerkanzlei und der Verwaltung des Verbands aufgestellten Jahresabschlüsse. Geprüft wurden die Jahre 2012 (Bilanzsumme 467 514,56 Euro mit einem Jahresverlust von 19 827 Euro), 2014 (Bilanzsumme 483 833,47 Euro, Gewinn 9585 Euro) und 2015 (Bilanzsumme 484 881,24 Euro, Gewinn 8999,50 Euro). Letzterer soll zur Verlusttilgung verwendet werden: Dafür votierten die zehn Mitglieder einstimmig.

Erst wird abgelesenDie Wassergeldeinnahmen können laut Bürgermeister Roland Strehl erst Mitte Februar 2017 ermittelt werden: Der tatsächliche Verkauf stehe fest, wenn die Zähler abgelesen sind. Nach den bisher drei abgerechneten Vorauszahlungen (März, Juni, September 2016) kommen über die Wassergebühren 82 956,29 Euro zusammen. Umgerechnet auf die vier Quartale ergäben sich (plus diverse Wasserverkäufe) 111 090,36 Euro (Haushaltsansatz: 108 332 Euro). Der Wasserverkauf von Wasser und Energie Kümmersbruck EK ergibt vorläufig 33 447,14 Euro (Haushaltsansatz 31 920 Euro). (e)


Im BlickpunktIm Haushaltsjahr 2016 war im Zweckverband zur Wasserversorgung auch vorgesehen, die im Jahr zuvor festgestellten Undichtigkeiten an der Rohrinstallation des Hochbehälters in Ebermannsdorf zu beheben.

Der Auftrag dazu wurde vor einem Jahr an die Firma Stich vergeben und heuer im Juli abgeschlossen. Die Kosten beliefen sich auf netto 5465 Euro, die für die Wasserwarte sind im Betriebsführungsvertrag enthalten.

Ebenso wurde im Januar 2016 ein bereits von der Verbandsversammlung beschlossener Frequenzumformer angeschafft. Das war aufgrund des letztjährigen überhöhten Stromverbrauchs im Industriegebiet Theuern notwendig (Kosten: 2602 Euro).

Wasserwart Dieter Luft hat einen zweiten Datenlogger angeschafft - eine wesentliche Erleichterung für ihn und seine Kollegen, zum Beispiel um einen Rohrbruch schneller lokalisieren und beheben zu können. Die Kosten hierfür betrugen 658 Euro.

Der Zweckverband will jetzt erstmals Karten zum Ablesen der Hauptwasserzähler verschicken. Diese werden voraussichtlich ab 19. Dezember mit der Post zugestellt. (e)
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