09.07.2017 - 16:08 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Weit mehr als 4000 Besucher strömen zum Tag der offenen Tür in der Schweppermannkaserne Friedliche Invasion der Kaserne

Was für ein Andrang beim Tag der offenen Tür in der Schweppermannkaserne. Bis zum Nachmittag waren es weit mehr als 4000 Besucher, die vom eindrucksvollen Programm der Bundeswehr angelockt wurden.

Der Kampfpanzer Leopard (rechts) und der Schützenpanzer Marder (links) waren die Höhepunkte der Fahrzeugschau beim Tag der offenen Tür in der Schweppermannkaserne in Kümmerbruck. Bilder: gf (3)
von Autor GFRProfil

"Recht viel mehr Besucher können wir nicht mehr verkraften", sagte einer der Offiziere des Logistik-Bataillons 472 am Sonntag um die Mittagszeit. Die Besucher drängten in Scharen in die Schweppermannkaserne, bis zum Nachmittag sollen es weit über 4000 Gäste gewesen sein.

Über das gesamte Gelände hatten die stationierten Einheiten ihre Infostände und Fahrzeuge verteilt - darunter sechs Kompanien des Logistik-Bataillons, Kraftfahrausbildungszentrum, Sanitätsversorgungszentrum und Sanitätsstaffel-Einsatz, Aerologischer Messzug sowie die regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie, deren Doppelstreifen deutlich Präsenz zeigten. Auch das Familienbetreuungszentrum informierte über seine Arbeit für Angehörige, wenn deren Ehemänner oder Söhne im Auslandseinsatz sind.

Marder und Leopard

Höhepunkt der Tages waren die eindrucksvollen Fahrzeugschauen - seien es die zahlreichen Fahrzeuge des Logistik-Bataillons oder der vom Panzergrenadier-Bataillon aus Oberviechtach ausgeliehene Schützenpanzer Marder, der Kampfpanzer Leopard, das Flaggschiff des Panzerbataillons 124 aus Pfreimd, oder der Raketenwerfer Mars 2 der Artillerie-Einheit aus Weiden.

Staubige Fahrt im Dingo

"Triebwerk ziehen" stand als Schauvorführung auf dem Programm: Dabei mussten erst einmal zwölf Steckverbindungen für Kraftstoff, Druckluft und Elektrik getrennt werden, damit der gut 2,5 Tonnen schwere Motor aus dem Transportpanzer Fuchs mit einem Fahrzeugkran herausgehoben werden konnte. Der Einbau erfolgte in umgekehrter Reihenfolge und der Fuchs war wieder fahrbereit. In den dynamischen Fahrzeugschauen, zu der sich immer zahlreiche Besucher einfanden, blieb der Fuchs mit Motorschaden liegen und wurde vom Bergekran abgeschleppt. Schlange standen die Besucher und nahmen Wartezeiten von gut einer halben Stunde in Kauf, um außerdem eine staubige Fahrt im Dingo, einem gepanzerten Mannschaftstransporter, zu erleben. Wer Lust hatte, konnte sich auch eine Splitterschutzweste überziehen lassen, um dann festzustellen, dass Bundeswehrsoldaten einiges zu schleppen haben, wenn es um ihre Sicherheit geht.

Insgesamt präsentierte sich die Schweppermannkaserne von ihrer besten Seite und gab bereitwillig Einblick in ihre Leistungsfähigkeit und Arbeit. Den Tag der offenen Tür nutzten auch zahlreiche ehemalige Bundeswehrangehörige, um zu schauen, was aus den früheren Dienstgebäuden und Großraumstuben heute geworden ist.

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