19.03.2018 - 14:58 Uhr
Kümmersbruck

Zunächst gibt's Strom hier gratis, später per Kartenzahlung Erste E-Ladesäule in Kümmersbruck

Haselmühl. (pvlz/pjeh) Ein Tesla in Kümmersbruck - das sieht man auch nicht jeden Tag. Möglich macht es die neue Ladestation für Elektroautos am Parkplatz gegenüber des Hotel-Gasthofs Zur blauen Traube im Ortsteil Haselmühl.

Einweihung ohne Tesla. Aber der könnte jetzt auch in Haselmühl auftanken. Michael Pollock, Hardy Barth und Bürgermeister Roland Strehl (von links) begnügten sich zur offiziellen Inbetriebnahme von Kümmersbrucks erster E-Ladesäule mit einem Citroen.
von Externer BeitragProfil

"Wir reihen uns ein in die Gemeinden mit E-Ladegerät", berichtet Bürgermeister Roland Strehl stolz. Bei der öffentlichen Einweihung sind der technische Mitarbeiter Michael Pollock, der sich um die Organisation gekümmert hat, und der Hersteller der Säule, Hardy Barth aus Schwend, dabei.

Säule zwei folgt Ende 2018

"Die Nachfrage dafür kam schon mehrmals aus der Bevölkerung", betont Strehl. Es ist die erste Ladestation in Haselmühl, aber es soll nicht die einzige bleiben: Ende des Jahres kommt voraussichtlich schon die nächste.

Zunächst ist das Tanken kostenlos. Später müssen die Verbraucher die Kosten für Strom und Verwaltung selber tragen. Eine Ladekarte ermöglicht ein unkompliziertes Tanken. Sie speichert die Beträge, die der Besitzer per Kreditkarte bezahlt. Die Abrechnung erfolge dann über die Infrastruktur Amberg-Sulzbach GmbH, kurz InAS, erklärt der Bürgermeister.

Einnahmen nicht das Ziel

Die Kosten von 10 000 Euro beinhalten Säule und Einbau, wobei es einen Förderzuschuss von über 3000 Euro gibt. "Es ist nicht Ziel der Gemeinde, sich daran zu bereichern. Wir wollen die Entwicklung der Elektroautos durch dieses Symbol unterstützen und die Attraktivität des Standortes steigern", stellt der Bürgermeister ausdrücklich klar. Vor allem Gewerbe, Handel und Gastronomie würden davon profitieren

Die Höchstparkdauer auf diesem Gelände beträgt zwei Stunden. Das reicht, um nachzutanken. "Damit ist den Autofahrern die Angst, nicht mehr heimzukommen, genommen", meint Hardy Barth, selbst ein überzeugter Elektroautofahrer. Die Haselmühler Säule verfügt über zwei Typ-II-Anschlüsse mit einer Gesamtleistung von maximal 44 Kilowatt. Mit den jeweils 22 Kilowatt sei die Anlage für die Zukunft gerüstet, sagt Barth: "Kaum ein Elektroauto schöpft dies bisher aus."

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