16.08.2014 - 00:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Architekt präsentiert Pläne für den Rathausumbau Freie Sicht auf Schloss und Kirche

Im kommenden Jahr rücken die Bauarbeiter an. Bis 2016 soll die Sanierung des historischen Schlosses dauern, dann steht es wieder als Rathaus zur Verfügung. Architekt Josef Weber stellte dem Gemeinderat die Genehmigungsplanung vor.

von Bernhard KreuzerProfil

Weber erklärte, dass er noch in diesem Jahr die ersten Aufträge ausschreiben will, um günstigere Winterpreise zu erhalten. Die Baukosten schätzte er auf 1,1 Millionen Euro netto ohne Nebenkosten. Fördermöglichkeiten seien noch unklar. Barrierefrei soll der Bau ab dem Parkplatz sein. Allerdings weisen alle drei Zufahrten eine Steigung von mehr als sechs Prozent auf, entsprechen so nicht den Vorgaben. Zwei Stellplätze sind auf dem Parkplatz für Rollstuhlfahrer vorgesehen. Um ihnen den Weg zum Haupteingang freizuhalten, muss dort das Pflaster ausgetauscht und die Fugen verengt werden, damit die Rollstuhlräder nicht einsinken.

Keine Nutzung plant Weber für den Keller, er soll wie der Kamin lediglich zur Belüftung und zur Beseitigung der Feuchtigkeit dienen. Radon scheint kein Problem: Eine Messung in den Gewölben erbrachte unauffällige Werte, informierte der Architekt.

Für die Räume im Erdgeschoss ist das benötigte Mobiliar fast vollständig vorhanden. Die Anlaufstelle ist barrierefrei. Eine Behindertentoilette ist vorgesehen. Auf der Nordseite des Baus entdeckten die Experten beider Befunduntersuchung zwei eingemauerte und verglaste Holzfenster, sie sollen wieder geöffnet werden. Die Räume für Geschäftsführer, Bürgermeister, Bauamt, Sozialraum sowie Server- und Besprechungsraum finden im Obergeschoss Platz. Dazu zwei Toiletten und ein Raum für Büromaterial. Vier Gauben hält Weber für eine vernünftige Belichtung des Dachgeschosses nötig. Über ihren Einbau ist allerdings noch nicht entscheiden. Der Dachboden soll als Lagerraumdienen.

Was noch fehlt ist ein Brandschutzkonzept. Dies soll im September fertig sein. Noch offen ist der Platz fürs Trauungszimmer. "Nicht im neuen Rathaus", so Bürgermeister Günter Kopp. Die Einteilung der Arbeitsbereiche im Rathaus gelang sehr gut, betonte der Rathauschef. Er hofft Ende 2016 einziehen zu können.

Frei wird dann der Blick auf das Ensemble Rathaus und Kirche sein zumindest aus südlicher Richtung von der Hauptstraße aus. Die Gemeinde hat dort das Bierstüberl über der Hauptstraße gekauft. Die in den Felsen geschlagenen Keller will Architekt Josef Weber erhalten, das "Däddi-Haus" darüber nicht. Statt dessen soll dort eine Grünfläche entstehen. Die Sicht auf das Gotteshaus wäre dann wieder frei, warb Weber.

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