10.04.2014 - 00:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Räte akzeptieren 324-Hektar-Anteil am Lenauer Forst Größtes Stück vom Kuchen

Der Lenauer Forst ist noch der einzig weiße Fleck im Landkreis Tirschenreuth, das heißt, es ist das noch einzige gemeindefreie Areal. 2012 wurde der Versuch unternommen, das 514 Hektar große Gebiet als solches aufzulösen. Neben Kulmain, das einen historischen Bezug zu diesem Bereich hat und 19 Exklaven darin besitzt, meldeten auch Brand, Immenreuth und aus Oberfranken Mehlmeisel Ansprüche an.

Keine BU aus Foto-Import
von Bernhard KreuzerProfil

Am Schluss wäre für Kulmain eine kleine unbedeutende Restfläche geblieben. Die Suche nach einer Lösung begann. Ein Schlüssel dafür scheint gefunden worden zu sein, wie Bürgermeister Günter Kopp in der Gemeinderatssitzung mitteilte.

Letztmals waren die Verantwortlichen der Kommunen, des Landratsamtes und der Regierung der Oberpfalz am 28. November in Neusorg zusammengekommen. "Mit allen Betroffenen wurde über eine mögliche Aufteilung diskutiert, Vorschläge unter Mitwirkung der Regierung eingebracht und erörtert", berichtete Günter Kopp.

Nach dem Verzicht Mehlmeisels auf Oberpfälzer Gebiet sieht der Vorschlag der Regierung vor, dass der Gemeinde Brand 80, Immenreuth 110 und Kulmain 324 Hektar zugeschlagen werden. In den vorgesehenen Flächen für Brand und Immenreuth verbleiben jeweils zwei Kulmainer Exklaven. Der Gemeinderat Brand nahm dem Vorschlag der Regierung bereits an, informierte der Rathauschef.

"Es ist eine begreifbare Lösung", meinte Albert Sollfrank (CSU). Er sprach sich nach dem positiven Brander Votum dafür aus, ebenfalls das Kulmainer Einverständnis zu geben. Günter Bäte (Freie Wähler) sagte: "Es wird Zeit, dass der weiße Fleck verschwindet." Bäte stellte fest, dass Kulmain jetzt im Norden auch eine Grenze zu Oberfranken bekommen werde.

Warten auf Immenreuth

Das Gremium, das ebenfalls geschlossen den Vorschlag akzeptierte, hofft nun noch auf ein "Ja" aus Immenreuth. Bei einer Ablehnung sehen die Kommunalpolitiker eine Lösung in weite Ferne gerückt, der weiße Fleck würde dann vielleicht noch zwei Jahrzehnte bleiben.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.