06.05.2008 - 00:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Schüler und ihre Großeltern beim Aktionstag an der Grundschule zum Thema "Mehr Zeit zum Leben" Kinder entdecken alte Spiele neu

von Josef ZaglmannProfil

Keine Spur von Spannungen zwischen Jung und Alt oder gar einem Generationenkonflikt zwischen Schülern und Großeltern in Kulmain: Das bewies eindruckvoll der Aktionstag der Erst- und Zweitklässler zur Themenwoche "Mehr Zeit zum Leben".

"In Kulmain gibt es nicht nur einen Vater- und einen Muttertag, sondern auch einen Oma- und Opatag", begrüßte Rektorin Ulrike Neiser die Großeltern der Schüler zum Spieletag. "Die Jungen sollen heute von den Alten lernen", erklärte ihre Stellvertreterin Ursula Pleier. "Und vielleicht könnten die Alten auch etwas von den Jungen lernen."

Miteinander erleben

Das gemeinsame Miteinander ist auch im Lehrplan der zweiten Klasse verankert. An diesem Schultag sollten die theoretischen Lernziele, die im Unterricht bereits besprochen worden waren, in die Tat umgesetzt werden. Oma und Opa sollten ihr Wissen über alte Spiele weitergeben. Die Kinder sollten erkennen, dass es außer Computer noch andere unterhaltsame Spiele gibt, die großen Spaß machen.
Der Schulchor sang unter der Leitung von Lehrerin Regina Birkner mit "Du bist für mich da" das passende Lied. Ursula Pleier, Regina Birkner und Förderlehrerin Sieglinde Götz bildeten Gruppen mit zehn bis zwölf Schülern. "Spiele für drinnen und Spiele für draußen" hieß das Motto. Einige Gruppen blieben dazu bis zur Pause in der Aula oder in den Klassenräumen. Die anderen verteilten sich auf dem Pausenhof. Bei warmen Frühlingswetter spielten die Kleinen dort mit ihren Großeltern Kegeln, Seil ziehen, Rollbrett fahren, Kästchen hüpfen, Seil springen und Schussern. Auch "Pfitscherpfeil" stellte ein erfahrener Opa den Buben und Mädchen vor. Wenn ein biegsamer Haselnussstecken mit einer Schnur gespannt wird, kann man einen Holzpfeil hoch in die Luft schnellen lassen.

Beim Kasse-Werfen mussten Geldstücke aus einem bestimmten Abstand in ein rechteckiges Kästchen geworfen werden, das die Kasse darstellte. Reifen treiben, Federball, Reifen rollen und "Ball über die Schnur" sind Spiele, die sich bis heute erhalten haben. So sollten die Kinder angeregt werden, wieder öfters an die frische Luft zu gehen und gemeinsam mit anderen Kindern zu spielen. Ganz nebenbei lernen sie frühzeitig, dass man auch einmal verlieren können muss. Drinnen zeigten die Großeltern ihren Enkeln alte Spiele. Dabei waren Kartenspiele (Neunerln, Zehner anlegen und Schwarzer Peter) ebenso gefragt wie beliebte Familienspiele (Mensch ärgere dich nicht, Memory, Halma, Dame und Mühle).

Märchen in der Leseecke

In einer Leseecke durften einige Omas Märchen vorlesen. Im Computerraum waren aber die Schüler die Fachleute, die verschiedene Lern- und Computerspiele zeigten.

Für die Pause hatten Schülereltern Butterbrote geschmiert und mit Schnittlauch bestreut. Nach der Pause wechselten die Gruppen, so dass jedes Kind alte Spiele für drinnen und für draußen kennenlernte. Zum Abschluss des Spieltages versammelten sich alle im Musikzimmer, um gemeinsam alte Frühlingslieder wie "Alle Vögel sind schon da" zu singen. Der ehemalige Rektor Volker Brandl begleitete als musikalischer Opa den Gesang auf dem Keyboard.

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