22.02.2018 - 20:00 Uhr
Kulmain

Altbürgermeister befürchtet mit Abbruch des Riedl-Anwesens große Lücken Abreißen oder nicht

Seit Jahren steht das Anwesen Flur-Nummer 106 mit 797 Quadratmetern am Speckermühlplatz leer. Es ist stark sanierungsbedürftig oder sogar sanierungsunwürdig. Die Gemeinderatssitzung im Januar ergab, dass die Kommune das Anwesen erwerben und über die Nordbayern-Offensive - nach Rücksprache mit der Regierung - abbrechen möchte. Altbürgermeister Hans-Gerd Reindl stellte daraufhin am 15. Januar den Antrag auf Erhalt des Riedl-Anwesens.

Das Riedl-Anwesen am Speckermühlplatz (hinten rechts) soll erhalten bleiben. Das wünscht sich jedenfalls der ehemalige Bürgermeister Hans-Gerd Reindl. Bild: bkr
von Bernhard KreuzerProfil

Er befürchtet eine immer größer werdende Lücke mitten im Ort. Mit einem Abriss würden gleichzeitig andere Gebäude infrage gestellt. Reindl sprach sich dafür aus, das Haus zu verkaufen, wenn jemand Interesse habe, es zu sanieren. Alternativ konnte sich Reindl vorstellen, nach einem Abriss dort ein Mietshaus mit mehreren Wohnungen zu errichten. Er befürchtete auch, dass die frei werdende Fläche als Abstellplatz missbraucht werden könnte.

Bürgermeister Günter Kopp pflichtete seinem Amtsvorgänger bei. Allerdings sah er für die Gemeinde keine Möglichkeit, selbst in den Wohnungsmarkt einzusteigen. Einen Investor konnte er sich aber vorstellen. "Die Gestaltung des Speckermühlplatzes ist noch nicht zu Ende gedacht", betonte zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank. Er sah mittelfristig noch Diskussionsbedarf.

Corinna Reinhart stellte sich dem Gemeinderat vor. Die gebürtige Waldsassenerin tritt die Nachfolge von Kämmerer Arnold Koch an. Sie war bisher im Jugend- und Stadtplanungsamt der Stadt Weiden beschäftigt. Kopp informierte über den Kauf eines Stromaggregates für den Bauhof von der Firma Howa aus Neusorg zum Preis von 1686 Euro. Die Ingenieur-Gesellschaft Lehner & Baumgärtner aus Tirschenreuth erhielt den Auftrag für die Tragwerkplanung der Schulturnhalle. Den Pfadfindern gewährte das Gremium einen Zuschuss für die Anschaffung von Schlafzelten.

Zustimmung gab es zum Bauantrag für die Errichtung eines Austraghauses auf einer Teilfläche der Flur-Nummer 85 in der Gemarkung Lenau. Die Bewertung, ob es sich hier um ein privilegiertes Bauvorhaben im Außenbereich handelt, bleibt dem Landratsamt vorbehalten.

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