17.12.2017 - 20:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Bauausschuss Speichersdorf genehmt alle Anträge: Freie Parzellen im Nu bebaut

Die Gemeinde Speichersdorf ist für junge Familien attraktiv. Die Nachfrage nach Wohnraum und günstigen Bauflächen hält weiter an.

von Arnold KochProfil

Speichersdorf. Mehrere Bauanträge behandelte der Bauausschuss in seiner Dezembersitzung. Die Bauherrengemeinschaft Franc Dierl aus Speichersdorf und Peter Zach aus Kemnath planen ein zweigeschossiges Doppelwohnhaus im Baugebiet Kirchenlaibach Südwest. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte, dass für den zwischen dem Bonhöferring und der Creußener Straße geplanten Neubau die Vorgaben des Bebauungsplanes eingehalten sind. Dieser könne deshalb über das Genehmigungsfreistellungsverfahren ohne Zustimmung des Gremiums errichtet werden. Der Bauausschuss nahm lediglich Kenntnis.

Die Familie Bernhard, Ingrid und Lisa Dederl aus Speichersdorf beantragt den Bau eines Mehrfamilienwohnhauses an der Nordseite des Baugebietes Kirchenlaibach Nordwest, Bauabschnitt II. Geplant ist ein doppelstöckiges Wohnhaus mit fünf Wohnungen in Größen von drei Mal 60 und zwei Mal 80 Quadratmetern Fläche. Porsch ergänzte, dass die Planung den Festsetzungen des Bebauungsplanes Hopfengarten entspricht und deshalb der Genehmigungsfreistellung unterliegt. Einwände gab es dazu keine.

Anna und Christian Hübner wollen auf ihr Grundstück in der Leipziger Straße ein Carport stellen. Das Bauvorhaben soll außerhalb der nördlichen Baugrenze des rechtskräftigen Bebauungsplanes entstehen. Der Mindestabstand in Form einer Stellfläche nach der Garagen- und Stellplatzverordnung ist wegen des ohne Tor befahrbaren Carports nicht erforderlich. Die Nachbarn stimmten dem Vorhaben unterschriftlich zu. Der Bauausschuss erteilte den Antragstellern die entsprechende Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes.

Zum Thema Sonstiges fragte Günter Vogel (CSU) an, wann das Flurbereinigungsverfahren Speichersdorf III mit verschiedenen Wegebaumaßnahmen beginnt. Manfred Porsch berichtete dazu, dass der Erörterungstermin Mitte Januar stattfindet. Die Ausschreibung wird nach dem Jahreswechsel erfolgen, der Bau und die Sanierung von Feldwegen nach Ostern. Der Kostenumfang liegt bei rund einer Million Euro.

Zum Ausbau der Zufahrt zur Tauritzmühle fügte er hinzu, dass der Planungsverband des Amtes für Ländliche Entwicklung das Projekt besichtigt hat und die Entwurfsplanung begonnen wurde. Franz Schmidt (FWG) wies auf den schlechten Zustand des Ortsweges zum Reitclub hin. Porsch antwortete, dass dieser in der Baulast der Flurbereinigung steht. Nur die Verbesserung der Straßenbeleuchtung liegt - wie bereits entschieden - in den Händen der Gemeinde. Die Schlaglöcher müssen aber alsbald beseitigt werden.

Die geplante Inbetriebnahme des Radweges zwischen Oberndorf und Wirbenz verzögert sich; die Brücke ist noch herzustellen. Die Einweihung wird sich bis zum Sommer hinziehen.

 

 

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